Tri-Cops nehmen europaweit an Wettkämpfen teil

Warstein..  Stramm unterwegs waren die Athleten der Warsteiner Tri- Cops. Dabei wurde die ganze Palette der verschiedenen Distanzen mitgenommen, ebenso wie die Vielfältigkeit der Wettkampforte.

Die größte Herausforderung hatte Ralf Biernatzki zu bestehen. Der Westernkötter startete beim Ironman Austria in Klagenfurt (3,8 km Schwimmen - 180 km Radfahren - 42 km Laufen), der sich in der Vergangenheit bei zahlreichen Starts der Tri-Cops, stets als gutes Terrain erwiesen hatte.

Nach intensiven Trainingsmonaten mit sehr guten Leistungen, ging Biernatzki hoch motiviert und ebenso ambitioniert an den Start. Leider sollte sich der Tag alles andere als erfreulich gestalten. Schon beim Schwimmen im Wörthersee hatte der PSGler Last mit Krämpfen, so dass er mehrmals halten und sogar Rückenschwimmen musste, da Kraulen nicht möglich war. Entsprechend demotivierend war dann auch die Zeit von 1:17:26 Stunde. In der Hoffnung auf Besserung nahm Biernatzki nun die Radstrecke in Angriff, doch die Krämpfe wurden eher schlimmer, anstatt zu verschwinden. Dazu kam noch ein schleichender Plattfuß, der für weiteren Verdruss sorgte. Trotz allen Widrigkeiten kam noch eine gute Zeit von 5:16:44 Stunden dabei heraus.

Willensstärke

Der abschließende Marathonlauf war schließlich eine einzige, mentale Herausforderung. Körperlich ging eigentlich nichts mehr, doch der Wille anzukommen, war letztendlich stärker. Irgendwie wurschtelte sich Biernatzki über die 42 Kilometer und erreichte mit einer Gesamtzeit von 11:07:45 Stunden das Ziel. Im Klassement hieß das ein ordentlicher 869. Rang gesamt / 140. Altersklasse unter ca. 2500 Teilnehmern. Trotz aller Enttäuschung war der PSGler von den Strecken, dem tollen Publikum sowie dem Gesamtevent sehr begeistert.

Cabello überrascht sich selbst

Bei PSG-Akteur Oliver Cabello stellte sich die Lage komplett gegenteilig dar. Der Warsteiner hatte das gesamte Frühjahr über mit Infekten, Erkältungen und anderen Wehwehchen zu kämpfen. Ein regelmäßiges Training war dadurch fast unmöglich, und die Frage der Form war somit kaum zu beantworten. Das alles hielt Cabello aber nicht davon ab, bei der Premiere des ICAN-Triathlons in Amsterdam über die Mitteldistanz (1,9 - 90 - 21) dabei zu sein. Etwa 1100 weitere Teilnehmer fanden sich dazu ein. Das Schwimmen fand im Oudekerkerpark See statt, dabei folgte nach 1500 Metern ein kurzer Landgang und anschließend nach einem Sprung vom Steg die restlichen 400 Meter. Die Radstrecke gestaltete sich als schöner Sightseeingkurs durch das Hinterland außerhalb Amsterdams und endete schließlich mitten in der City an der Amstel.

Die Laufstrecke konnte da nicht mithalten, da es nur eine Straße am Fluss entlang ging über vier Runden. Zwischendurch sorgte einsetzender Nieselregen für leichte Abkühlung. Oliver Cabello war von seiner Tagesform selber überrascht und finishte nach guten 4:56 Stunden die Premiere des Amsterdam-Triathlons.

Heppe und Menzel überzeugen

In heimischen Gefilden blieben Udo Heppe und Wilfried Menzel. Beide starteten bei der Landesmeisterschaft der Polizei NRW, die im Rahmen des Düsseldorf-Triathlons abgehalten wurde. Dabei ging es für Heppe und Menzel über die olympische Distanz (1,5 - 40 - 10). Wettkampflocation war mitten in der Stadt, und somit auch vor zahlreichen Zuschauern. Die erste Disziplin fand im Medienhafen statt und führte die Akteure nach dem Schwimmen über eine 20 Meter steile Treppe hinauf in Richtung Wechselzone, die aber noch fast einen Kilometer entfernt lag. Die Radstrecke verlief anschließend durch die Innenstadt und war auf voll gesperrten Straßen flott zu fahren auf einem zweimal 20 Kilometer-Kurs. Zum Schluss folgte eine 2,5 Kilometer Laufrunde, die am Rhein entlang sowie zwischen Landtag und Mediehafen führte und viermal zu laufen war. Wilfried Menzel hatte eine klasse Tagesform erwischt und erreichte das Ziel nach 2:42:43 Stunden. Udo Heppe benötigte etwas mehr Zeit und finishte nach 2:55:33 Stunden.

In der Nachbar-Rheinmetropole war Stephan Wohlmeiner bei der dritten Auflage des Rheinauhafen- Triathlons am Start. Für den Suttroper galt es ebenfalls die olympische Distanz zu bewältigen. Und wieder war eine hohe Zahl von Publikum zugegen, um sich das Spektakel mitten in der Stadt anzuschauen.

Wohlmeiner mit Sieg in Köln

Ähnlich wie in Düsseldorf mussten die Athleten nach dem Schwimmen im Rheinauhafen eine steile Treppe hinauf, um in die Wechselzone zu gelangen. Beim Radfahren hieß es neunmal 4,5 Kilometer – die Rheinuferstraße entlang, durch einen Tunnel, wenden, und wieder zurück. So kamen die Teilnehmer auf insgesamt 18 Mal Wendepunkte umfahren und wieder antreten – ein zum Ende hin ziemlich kräftezehrendes Prozedere. Die Laufstrecke führte dann über die Uferpromenade am Rhein entlang und enthielt ebenfalls zwei Wendepunkte. Wohlmeiner zeigte eine flotte Vorstellung und beendete das Rennen nach 2:23:43 Stunden auf Platz 15 gesamt. In der Altersklasse 50 reichte es sogar zum Sieg.

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