Saison endet für VfS mit einer Schrecksekunde

Tankte sich immer wieder schwungvoll durch die gegnerischen Abwehrreihen: Warsteins Lino Gericke.
Tankte sich immer wieder schwungvoll durch die gegnerischen Abwehrreihen: Warsteins Lino Gericke.
Foto: WP

Schwerte..  Für die Landesliga-Handballer des VfS Warstein endete die Saison 2014/15 mit einer Schrecksekunde: Torhüter Amon Kaese verdrehte sich beim Gastspiel der Bierstädter in Schwerte das Knie.

Es laufen die letzten Sekunden: Ein weiter langer Ball von HSG-Keeper Emde auf den pfeilschnellen Christian Angel, der nimmt sich das Spielgerät, bringt es im gegnerischen Tor unter, prallt dabei aber unglücklich mit Amon Kaese zusammen, der mit schmerzverzerrtem Gesicht minutenlang behandelt werden muss. Totenstille in der Halle. „So eine Aktion braucht kein Mensch, wenn es um nichts mehr geht“, stammelt VfS-Vorsitzender Ralf Behme vor sich hin. Dann, zumindest vorübergehende Entwarnung: Amon Kaese kann wieder aufstehen, wird, gestützt von seinen Teamkollegen Hendrik Hilwerling und Boban Ristovic, vom Feld gebracht. Es war der trauriger Schlusspunkt einer ansonsten sehr erfolgreichen Saison aus Sicht des VfS.

Warsteins Spielertrainer Boban Ristovic war es nach eigener Aussage nachher „wurscht“, dass seine Mannschaft im letzten Saisonspiel leer ausging (Endstand war übrigens 39:32 für Schwerte, was nachher aber wirklich nur am Rande interessierte), Platz fünf durch die Niederlage von Schalksmühle-Halver II in Hohenlimburg aber verteidigte. Ristovic: „Wichtiger ist, was mit Amon ist. Es sieht jetzt zumindest nicht ganz so schlimm aus. Platz fünf ist mir in diesem Moment ziemlich egal.“

Dabei hatten die Warsteiner 60 Minuten lang trotz Notbesetzung – zu den bekannten Ausfällen gesellte sich kurzfristig noch Kapitän Philipp Schmitt (beruflich bedingt) hinzu – gezeigt, warum sie dieses Jahr in der Landesliga-Spitzengruppe vertreten sind. Allen voran Boban Ristovic und Lino Gericke wirbelten die gegnerische Defensive immer wieder durcheinander. Auch Schwertes Co-Trainer Peter Hengstenberg, der für den verhinderten Niclas Kohl eingesprungen war, musste nachher eingestehen: „Boban Ristovic hatten wir zu keiner Phase des Spiels im Griff.“ Doch ein Ristovic und ein Gericke waren im Endeffekt zu wenig, um die 13. Saisonniederlage abzuwenden. Dabei wurde es in der Schlussphase noch einmal richtig brenzlig aus Sicht der Gastgeber, die sich bis Mitte des zweiten Durchgangs einen scheinbar komfortablen Zehn-Tore-Vorsprung (30:20) erspielt hatten, in der Folgezeit aber das Nervenflattern bekamen. So holte der VfS Tor um Tor auf, war beim 34:30 (54.) wieder in Schlagdistanz. „Doch ohne Wechselmöglichkeit wurde die Luft am Ende doch ziemlich dünn“, konstatierte Boban Ristovic nach dem Spiel.

Statistik

HSG Schwerte/Westhofen: Klepping, Emde; Yaltzis (1), Ablas, Paukstadt (6), Denissov (6), Decker (9), Polesny, Nickolay (7), Schäfer, Arnold (4), Angel (2), Pavlovic (4).
VfS Warstein: Hilwerling, Kaese, N. Schmidt; Kraus (3), Pielsticker (5), Ristovic (13), Gericke (6), Manderfeld, J. Schmidt (1), Kißling (4).
Schiedsrichter: Henschel/Pühl (Iserlohn).

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