Nils Hopf bleibt weiter erster Vorsitzender

Warstein..  Der Vorsitzende bleibt, die Ehrenamtskarte kommt und gleichbleibende Sportfördermittel: Gestern Abend zog der Stadtsportverband Warstein Bilanz.

Positiv blickt Nils Hopf, Vorsitzender des Stadtsportverbands Warstein, auf die Ereignisse des Jahres zurück. „Man kann sagen: Die Stadt Warstein und deren Einwohner leben den Sport. Darauf können wir stolz sein“, betonte Nils Hopf in seinem Jahresbericht. Der Warsteiner verweist auf die Erfolge der LG- Mädchenstaffel (wurde Westfalenmeister) und der SKG-Garden (qualifizierten sich für die Deutsche Meisterschaft).

Josef Pieper von der Stadt Warstein präsentierte den Vereinen die neue Ehrenamtskarte und erklärte den Anwesenden, wie sie genutzt werden kann. So darf jedes Vereinsmitglied, das unentgeltlich ehrenamtlich tätig ist und mehr als 250 Stunden im Jahr für den Verein ableistet, die Karte beantragen. Seit Januar bietet die Stadt Warstein die Ehrenamtskarte an und hat bislang 14 Stück vergeben. Durch die Karte gibt es im Stadtgebiet Vergünstigungen in der Bibliothek, im Allwetterbad und auf den Eintritt für Konzerte im Haus Kupferhammer. „Wer die Karte in Warstein in Anspruch nehmen will, muss entweder hier wohnen oder einem Verein aus dem Stadtgebiet angehören“, erklärt Pieper.

Keine nennenswerten Änderungen gibt es beim Budget für Sportfördermittel. „Die Zahlen sind unverändert im Vergleich zum Vorjahr“, erklärte Nils Hopf. Unsicher ist, ob es in diesem Jahr einen Zuschuss der Paul-Cramer-Stiftung geben wird. Da Bürgermeister Manfred Gödde erkrankt ist und nicht an der Sitzung teilnehmen konnte, ließ sich diese Frage nicht abschließend klären.

Unverändert bleibt auch die Zusammensetzung des Vorstandes. Nils Hopf wurde von den Vereinsvertretern einstimmig als Vorsitzender wiedergewählt, Alfred Lippert, Silke Gerlach und Ursula Klösener bleiben Beisitzer. „Es macht Spaß in diesem Vorstandsteam zu arbeiten. Zwei Jahre sind auch zu kurz, um größere Projekte in Angriff zu nehmen, deshalb bin ich lange noch nicht mit meiner Amtszeit am Ende. Ich bin froh, dass es an meiner Seite so viele alte Hasen gibt, die mir immer mit Rat und Tat zur Seite stehen“, lobt Hopf seine Mitstreiter. Auch im Jugendvorstand bleibt die Besetzung unverändert. Matthias Sprawe bleibt Jugendwart, Marie- Theres Weber seine Stellvertreterin.

Für das laufende Jahr haben sich die Verantwortlichen des Stadtsportverbandes einige Schwerpunkte auf die Fahnen geschrieben. So soll der Mädchenfußball im Stadtgebiet mehr in den Fokus rücken. „Wir müssen uns überlegen, was man da machen kann. Die Mädchen sind vom demografischen Wandel fast noch stärker betroffen als die Jungs“, sagt Nils Hopf. Außerdem plant der SSV die Einführung einer Sportlerwahl. Hopf: „Ende des Jahres würden wir das gerne durchführen. Wir sind jedoch noch auf der Suche nach Sponsoren, die das gemeinsam mit uns durchführen möchten.“

Integration ist ein weiteres wichtiges Thema, das den SSV beschäftigen wird. Eine Veranstaltung für die Vereine ist geplant und soll im Laufe des Jahres angeboten werden.

Positives gibt es von den Sportabzeichen zu vermelden. So haben, trotz der Reform, im vergangenen Jahr 988 Sportler im Stadtgebiet das Abzeichen abgelegt. Im Vorjahr waren es noch 929. Damit ist die Stadt Warstein wieder Sportabzeichen- Spitzenreiter im Kreis Soest. Insgesamt wurden in NRW 225 889 Sportabzeichen abgelegt.

Unter dem Punkt Verschiedenes bemängelte Matthias Frigge, Vorsitzender der Sichtigvorer Fußballer, dass Verhalten der Mannschaften nach den Hallen-Stadtmeisterschaften. Zur Siegerehrung waren kaum noch Spieler anwesend. Ein Umstand, der auch Alfred Lippert, Vorstandsmitglied des SSV verärgert: „Der Stadtsportverband schüttet noch kleine Prämien an die Vereine aus. Es ist nicht viel Geld, aber da ist es sehr schade, wenn niemand mehr da ist, um diese in Empfang zu nehmen.“

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