Erste Heimniederlage für VfS Warstein gegen TV Schwitten

Seine Ansprache fruchtete nicht: Boban Ristovic findet kein Mittel gegen den TV Schwitten.
Seine Ansprache fruchtete nicht: Boban Ristovic findet kein Mittel gegen den TV Schwitten.
Foto: Georg Giannakis
Fast elf Monate nach der letzten Niederlage vor heimischer Kulisse hat es den VfS Warstein erwischt. Mit 24:26 unterlagen die Ristovic-Schüler am Samstag dem TV Schwitten. Doch nicht nur die Niederlage verdirbt den Verantwortlichen die Laune.

Warstein..  Die letzte Heimniederlage datiert vom 15. März 2014: Damals schnupperten Warsteins Handballer an der Sensation gegen den späteren Verbandsliga-Aufsteiger HTV Sundwig/Westig, unterlagen am Ende unglücklich mit 21:23. Seitdem war die Warsteiner Heimweste unbefleckt – bis zum vergangenen Samstag, als der TV Schwitten in der Dreifachsporthalle im Schwarzen Weg aufkreuzte und beide Punkte entführte. Am Ende musste sich die Ristovic-Sieben nicht nur mit 24:26 (10:11) geschlagen geben, sondern büßte auch im Kampf um Tabellenplatz drei wertvollen Boden ein.

Und als wäre das an schlechten Nachrichten nicht schon genug, wurde nach der Partie bekannt, dass die Warsteiner im Sommer zwei Leistungsträger ziehen lassen müssen: Thorsten „Toko“ Kißling – mit sieben Toren neben Boban Ristovic bester Werfer seines Teams am Samstagabend – verlässt den VfS nach nur einer Saison wieder.

Berufliche Gründe wurden dafür angegeben. Ebenso bei Sven Mühlenschulte. Den langen Schlacks zieht es zurück in den Norden Deutschlands. VfS-Spielwart Tobias Clewing zu den beiden Personalentscheidungen: „Die Abgänge tun uns natürlich weh, überhaupt keine Frage. Aber Beruf und Handball lassen sich sowohl bei Toko als auch bei Sven in Zukunft nur noch sehr schwer miteinander vereinbaren. Wir werden uns nun auf die Suche nach adäquatem Ersatz machen müssen.“

Fragezeichen, was die nächste Spielzeit betrifft, setzte Clewing zudem noch hinter Lino Gericke und Constantin Pieper, die eventuell studieren gehen wollen. Auch Lars Schorlemer (lebt mittlerweile in Ingolstadt) wird nur noch sporadisch zum Einsatz kommen können.

Zum Spiel gegen Schwitten: Der VfS war nach der deftigen Packung letzte Woche in Schwelm auf Wiedergutmachung aus. Ristovic, Pielsticker und Kißling warfen gleich eine 3:0-Führung heraus. Erst in Minute sechs kamen die Gäste zu ihrem ersten Treffer. Oliver Kampmeier verkürzte auf 1:3. Dieses Tor schien so etwas wie der Wachmacher für den TVS zu sein, denn von nun an trat die Knez-Sieben deutlich mutiger auf, ging konsequent in der Abwehr zu Werke und nutzte vorne die sich bietenden Gelegenheiten. Warstein versuchte es Mitte der ersten Halbzeit zu oft mit der von Hallensprecher Marvin Risse zitierten „Brechstange“.

Folgerichtig lagen die Gastgeber zur Pause mit einem Treffer hinten und hatten auch zu Beginn des zweiten Durchgangs Probleme, als Lars Schorlemer in Manndeckung genommen wurde. Bis zum 20:20 war es dennoch eine absolut offene Partie, die erst in den letzten fünf Minuten entschieden wurde. In dieser Phase verwarf der VfS durch Kißling und Schorlemer – bei 24:22-Führung für Schwitten – zwei Siebenmeter. Auf der Gegenseite trafen Meisterjahn (zum 25:22 und Kampmeier (zum 26:22) und machten damit den Deckel auf dieses Spiel. Warstein konnte durch Pielsticker und Gericke nur noch verkürzen. Die erste Heimniederlage des VfS in dieser Saison war nicht mehr abzuwenden.

VfS Warstein: Hilwerling, Kaese, N. Schmidt (n.e.); Kißling (7), Mühlenschulte (1), Ristovic (7), Schorlemer (6), Gericke (1), Pielsticker (2), Manderfeld, Aslan, Wachholz, Kraus. - TV Schwitten: Peichert; Meisterjahn (4), Birk (6), Poth (1), Kampmeier (4), S. Becker (5), Pasche, T. Becker (3/2), Löbbecke (3), Knez, Hormann, Scheiing.

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