Wichtiges Zeichen

Stefan Müßner

Recklinghausen. Die Liste ihrer Erfolge als Trainerin kann sich sehen lassen. Ob es die Deutsche Vizemeisterschaft mit der weiblichen B-Jugend des TV Bensberg ist, der WBV-Pokalsieg mit den Frauen des TSV Hagen oder der Aufstieg, ohne eine einzige Niederlage, in die 1. Männer-Regionalliga mit dem SV Hagen-Haspe. Zum Abschluss ihres Engagements gab es dort auch noch den Klassenerhalt. Es ist eine Liste, die Marsha Owusu Gyamfi nun in Recklinghausen erweitern möchte. Schon in dieser Woche wird die Hagenerin die Metropol Girls erstmals trainieren und als freie Trainerin an der Entwicklung des weiblichen Bereichs mitarbeiten.

Die 34-Jährige, nebenbei auch noch WBV-Regionalstützpunkttrainerin, leitende Trainerin der Grundschulvielseitigkeit der NRW-Sportschule Solingen und in der Vorbereitung auf den Lehrgang zur A-Lizenz, wird damit die Nachfolgerin von Pit Lüschper. In der kommenden Saison wird sie auch als Trainerin im Leistungssportkonzept der BG Dorsten arbeiten. „Da ich von Hagen aus nun regelmäßig in die Region fahren werde, kann ich beide Aufgaben gut miteinander verbinden“, erklärt Qwusu Gyamfi. „In diesem professionellen Umfeld, das von der Kontaktaufnahme über die ersten persönlichen Gespräche bis hin zum hartnäckigen Nachfragen einen sehr guten Eindruck auf mich machte, ist es mein Ziel, jede einzelne Spielerin besser zu machen.“ Darauf baut auch Citybaskets Sportlicher Leiter Georg Kleine. „Ihre Verpflichtung ist ein wichtiges Zeichen. Wir wollen zeigen, dass uns der weibliche Bereich genauso wichtig ist wie die Männer.“

Von den Qualitäten der ehemaligen Bundesligaspielerin, die in der abgelaufenen Saison als einzige Frau ein Männerteam coachte, ist er überzeugt. „Sie macht keinen Unterschied zwischen Junge oder Mädchen. Sie ist einfach so drauf, das ist ihr egal. Sie könnte auch in der Pro B arbeiten.“ Möglicherweise schon in der nächsten Saison sollen Teile des WNBL-Teams auch bei den Oberliga-Frauen auflaufen. Kleine: „Langfristig wollen wir mit dem Frauen wieder in die Regionalliga.“ Owusu Gyamfis Engagement läuft zunächst bis zum Saisonende, einer Verlängerung stehe Citybasket jedoch aufgeschlossen gegenüber, so Kleine.