Trainingstagebuch hilft bei der Motivation

Leo Monz-Dietz
Wer sich nicht so einfach für den Sport motivieren kann, sollte ein Trainingstagebuch führen.

Ein trüber Sonntag, es ist neblig und leichter Regen verdirbt die Laune. Viele legen sich dann gerne mit einer Wolldecke auf das Sofa und sehen fern. Zufällig wählen Sie eine Skilanglaufsportübertragung und erinnern sich an die Faszination des Sports. Sie sind motiviert und wollen selbst aktiv werden.

Anfänger, Wiedereinsteiger und vor allem Fortgeschrittene sollten ihr Training dokumentieren. Das Trainingstagebuch hilft Ihnen dabei, ihre Trainingsfortschritte zu analysieren und motiviert dazu, regelmäßig Sport zu betreiben.

Dabei können Sie die unterschiedlichsten Informationen protokollieren. Zunächst halten Sie Datum, Uhrzeit, die Streckenlänge, die Laufdauer und mögliche Laufpausen fest. Moderne Pulsuhren ermitteln zusätzlich die durchschnittliche Laufgeschwindigkeit.

Wenn Beschwerden während des Laufens aufgetreten sind, sollten Sie das unbedingt notieren. Gibt es Zusammenhänge mit abgelaufenen Schuhen, zu harten Laufbelägen?

Notieren Sie zusätzlich stichwortartig („ziemlich müde“ oder „heute lief es aber locker“) Ihr Befinden und die individuelle Freude am Training. Das kann auch auf einer Skala von 1 (= Laufen bereitet großen Spaß) bis 5 (= wäre heute lieber zu Hause geblieben) geschehen. Ermüdungswerte und wenige Freude am Training können auf ein Übertraining hin deuten.

Eine leicht erhöhte morgendliche Ruheherzfrequenz kann einen nahenden Infekt ankündigen. Deshalb könnten Sie in Ihrem Trainingsbuch auch Ruheherzfrequenz und den Puls vor und nach dem Laufen eintragen.

Am Morgen kann auch regelmäßig das Körpergewicht festgestellt werden. Es liefert Informationen über Übertraining, Erfolge von diätischen Maßnahmen oder Essstörungen. Der Gewichtsverlust bei langen Läufen gibt Hinweise auf den Flüssigkeitsverlust und kann das Trinkverhalten bei Ausdauerwettbewerben steuern helfen.