Sportpalast Lembeck

Lembeck.. Der neue Radsportkönig von Lembeck heißt Leif Lampater: Der Rosenheimer setzte sich gegen die Favoriten Guiseppe Atzeni und Alexander Aeschbach in einem packenden Finale nach 90 Runden durch und siegte in Lembeck. Auf den Schultern wurde der Sieger durch das Dorf getragen und ist jetzt ein echter Lembecker.

Was zunächst wie ein Provinzspektakel ohne sportliche Bedeutung klingt, war tatsächlich großer Sport. Nacht der Revanche: Das klingt zunächst einmal martialisch, doch was ich hinter diesem so getauften Radsportformat in der Nacht zum Sonntag in Lembeck ereignete, war ein fröhliches Volksfest, bei dem es Organisator und Veranstalter Michael Zurhausen einmal mehr glänzend verstand, Spitzensport mit dörflichem Gaudi zu verbinden, ohne dabei peinlich zu werden. Im Gegenteil: Im Rennen um den Pokal der Schlosserei Zens zeigten die Vereinsradrennfahrer des SV Lembeck, dass auch Hobbyfahrer mächtig in die Pedale treten können.

„Ohne Witz: Ich muss diesem Lucas Zens ein großes Lob aussprechen. Das ist ein Radsporttalent erster Klasse. Der hat mich richtig gefordert“, sagte der spätere Sieger des Hauptrennens Leif Lampater, der sich mit Zens ein packendes Duell lieferte. Björn Thurau, Sohn des berühmten Didi Thurau, feierte in Lembeck seinen Geburtstag und fühlte sich an Erzählungen seine Vaters erinnert, wenn der von den großen Zeiten der Rennen im Berliner Sportpalast erzählte. „Lembeck ist einfach super und das sage ich nicht im PR-Auftrag der örtlichen Werbegemeinschaft“, so Thurau. Der junge Mann klingt dabei glaubwürdig und lacht herzlich, als das Kinderrennen gestartet wird. Lucas heiß der kleine Pedalero, der mit mächtig Fahrt in Richtung Titelverteidigung strampelt. Sicherheitshalber hat der Knirps das Licht an seiner „Macchina“ eingeschaltet. Man weiß ja nie. Die Titelverteidigung ist dem kleinen Renner gelungen und Sponsor Udo Cosanne war sich sichtlich gerührt bei der Übergabe der Pokale: Die rund 5000 Zuschauer applaudiertem dem Sportsfreund, der sich mit den Extra-Medaillen für jedes gestartete Kind als Kinderfreund präsentierte.

Dass ein Zeitfahren nicht nur bei der Tour de France spannend ist, sondern auch in Lembeck für Adrenalinausschüttungen sorgen kann, bewiesen die Asse aus dem Feld der 39 Starter um den „Großen Preis des Autohauses Lehmbrock“: Lucas Liß aus Unna raste in 58 Sekunden über den 800m-Rundkurs und siegte souverän.

„Das war schon das Signal, dass es ein sehr schnelles Hauptrennen werden wird“, sagte Michael Zurhausen und der Experte behielt Recht: Zehn Runden vor dem Ende des über 90 Runden angesetzten Rennens wurde das Feld aufgelöst und die 15 Ausreißer, angeführt von Leif Lampater lieferten sich ein fast schon dramatisches Rennen. Mit im Spitzentrio war Guiseppe Atzeni. Er wurde letztlich Zweiter und verwies den Vorjahressieger Alexander Aeschbach aus der Schweiz auf den dritten Rang. Lampater wurde der König von Lembeck, Atzeni erntete als Lohn für seinen Sieg von einem Landsmann, der in Lembeck lebt, lebenslanges Recht auf Frei-Pizza und Aeschbach versprach Revanche im kommenden Jahr: Der Stoff der Träume, aus dem die fünfte Nacht der Revanche entstehen wird.

Viele weitere Berichte zur 4. Nacht der Revanche finden Sie am Montag in der gedruckten WAZ.

 
 

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