Sportliche Pirsch in Dorsten

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Dorsten. Am vergangenen Sonntag fand auf dem Vereinsgelände des Dorstener Bogensportclubs die 45. Landesmeisterschaft im Feldbogenschießen statt.

Die Schützen des Dorstener Clubs zeigten sich dabei in bester Form: Frederik Althoff , Junioren-Weltmeister, sicherte sich bei seinem ersten Auftritt in der Erwachsenenklasse der so genannten Blankbogenschützen den Vizemeistertitel. Er lag punktgleich hinter Eckhard Jagst aus Elverdissen. In der Compoundbogenklasse belegte Thomas Ebbing den achten Platz und löste so das Ticket zur Deutschen Meisterschaft. Lothar Porschmann erzielte mit dem achten Rang in der Altersklasse der Blankbogenschützen einen achtbaren Erfolg.

Das Feldbogenschießen ist eine der beiden Bogensportvarianten, die regelmäßig in Turnieren auf Landes-, nationaler und internationaler Ebene ihre Besten ermittelt. Die Feldbogenschützen lieben die Abwechslung. Während die von den olympischen Spielen bekannten FITA- Schützen auf ebenem Gelände mit vorher festgelegten Distanzen schießen, hat der Feldbogenschütze es gleich mit mehreren Unbekannten zu tun. Feldbogenturniere finden immer auf Anlagen statt, die über eine Schießbahn im Wald verfügen.

Die Landesmeisterschaft am Sonntag war ein Erfolg auf der ganzen Linie. Bei idealem Wetter kamen 114 Schützinnen und Schützen nach Dorsten - eine Rekordteilnehmerzahl. Der Landesbogenreferent Uwe Meyer zeigte sich begeistert vom Turnier in Dorsten. „Wir kommen wieder“ , sagte der Funktionär, der von der Dorstener Anlage begeistert war. Auch Bezirksbogenreferent Karl von Kleinsorgen ist zufrieden mit der Arbeit des BSC. „Auf der diesjährigen Landesmeisterschaft konnten sich die Schützen zugleich für den so genannten Arrowhead qualifizieren. Das ist die höchste Auszeichnung des internationalen Bogenschützenverbandes, der FITA“, sagte von Kleinsorgen, der sich bei den Dorstener Organisatoren für die tolle Meisterschaft bedankte. Die besondere Herausforderung für die Bogenschützen ist in diesem Wettbewerb die Tatsache, dass sowohl das Gelände als auch die Entfernungen zu den unterschiedlichen Zielen unbekannt sind. Auch die Position der Zielscheiben selbst, die mal bergauf und mal bergab bei unterschiedlichem Lichteinfall zwischen Bäumen und Sträuchern aufgestellt sind, stellen zusätzliche hohe Anforderungen an die Koordinationsfähigkeit der Schützen. Der Bogensportclub Dorsten ist landesweit kein Unbekannter, wenn es um die Ausrichtung von Turnieren geht: Es sind bereits die 20. Landesmeisterschaften, die der BSC Dorsten auf seinem vorbildchen Gelände an der Schleuse ausrichtet. „Es gibt landesweit wenige Anlagen, die so vielseitig und für Schützen derart attraktiv sind, wie das Gelände des BSC Dorsten“, sagt Dirk Döring, erster Vorsitzender des Vereins und selbst leidenschaftlicher Bogenschütze mit zahlreichen nationalen und internationalen Auszeichnungen. Er gerät regelrecht ins Schwärmen, wenn er über das Gelände seines Vereins spricht. Aus diesem Grund ist der BSC immer wieder erste Wahl, wenn es um die Ausrichtung von Meisterschaften geht.

„Der BSC ist mit 120 Mitgliedern einer der größten Verbände landesweit. Unsere Mitglieder sind äußerst engagiert. Mit viel Liebe zum Detail bauen wir für die Meisterschaften immer wieder einen Parcours, der den hohen Ansprüchen der Turnierteilnehmer gerecht wird“, sagt Frank Armoneit, Geschäftsführer des BSC, der in diesem Engagement des Vereins einen Hauptpunkt für die Bedeutung der Dorstener Bogenschützen auf Landesebene sieht. Allein in diesem Jahr konnten die Dorstener 20 neue Mitglieder begrüßen, von denen zwölf unter 21 Jahre altsind. Der Erfolg gibt den Funktionären Recht. Der BSC Dorsten kann nicht nur viel beachtete Turniere ausrichten, aus seinen Reihen sind dank der gezielten Förderung schon etliche Bogenschützen mit nationalen und internationalen Auszeichnungen hervorgegangen.

Die wohl größten Erfolge in der Vereinsgeschichte kann Frederik Althoff aufweisen, der mit seinen erst 18 Jahren bereits dreifacher Deutscher Meister ist und den Weltmeistertitel in seiner Bogenklasse nach Dorsten holte.

 
 

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