Reinhardt schnappt sich Bronze

Essen.. Marc Osborne ist dieser Tage mehr denn je gefordert. Weil es draußen bitterkalt ist und wegen der Eisbildung auf dem Kanal noch einige Zeit kein Wassertraining möglich sein wird, ist die warme Stube des Ergometertrainers vom Ruderverein Dorsten ein aktuell gut besuchter Raum. Wenn dann auch noch die Indoor-Ergebnisse stimmen, steigt entsprechend der Stimmungspegel im folgenden Training an.

Charlotte Reinhardt dürfte jedenfalls gut gelaunt die nächsten Wochen das doch eher stupide Ergometerrudern und Hanteln angehen. Beim nordrhein-westfälischen In-door-Cup in Essen-Kettwig nutzte die junge Dorstenerin die Abwesenheit der Top-Athleten aus und feierte mit ihrem Sieg einen feinen Erfolg, der ihr zudem noch eine Zugabe bescherte: Denn mit ihrer Zeit von 7:01,7 Minuten katapultierte sie sich in der Deut-schen Rangliste auf Platz drei und durfte sich somit zum Finale um die Deutsche Hallenmeisterschaft über die Bronzemedaille freuen.

Natürlich weiß Trainer Uli Wyrwoll diesen Erfolg ange-sichts der großen Lücken im Feld gut einzuordnen. Er weiß auch, dass Charlotte Reinhardt schon schneller unterwegs war (6:58 Minuten). „Der Trend stimmt, das zählt“, re-sümierte Wyrwoll ein Rennen, in dem nur wenige für den Sieg in Frage kamen. Mareike Adams aus Essen beispielswei-se, die amtierende U23-Weltmeisterin im Doppelzweier. Oder die direkt neben Reinhardt fahrende Neusserin, Alexandra Höffgen. Reinhardt kam vom Start am Besten weg, führte zunächst einige Zeit, doch dann blies Höffgen zum fulminanten Angriff und wollte dem Feld enteilen.

Die Neusserin hatte sich aber offenbar total übernommen, verabschiedete sich und sackte zur Streckenhälfte auf dem Ergometer direkt neben Reinhardt zusammen. „So etwas bekommst du hautnah mit und bist sicherlich ein Weil-chen abgelenkt“, so Wyrwoll. Reinhardt ließ sich aber nicht zu sehr dadurch aus dem Rhythmus bringen und durfte sich nach 2000 Metern über den Sieg beim NWRV-Indoor-Cup freuen, der ihr für die kommenden Trainingsaufga-ben mit ihrer auf Platz drei liegenden Zweier-Partnerin Cathrin Crämer (Essen) das nötige Selbstvertrauen bringen sollte.

In den übrigen Rennen ver-passte der RV Dorsten unter den rund 900 gestarteten Athleten wie zu erwarten die weiteren Finals. A-Junior Benedikt Müller war im Vorfeld erkältet und fühlte sich über-haupt nicht fit für eine neue Bestzeit. Die Uhr blieb schließ-lich bei 6:29 Minuten stehen – drei Sekunden über dem per-sönlichen Bestwert. Als 49. der Deutschen Rangliste macht sich Müller aber keine Sorgen, zumal die Abstände im Mittel-feld gering sind und er in Normalform schon einen ordentlichen Satz machen könnte.

Bester des jüngsten Nach-wuchses war Niklas Heier (B-Jugend), der die simulierten 1500 Meter in 4:51 Minuten zurücklegte. Mit der persönli-chen Bestzeit empfahl er sich für Projekte im Stützpunkt Dortmund, fürs Finale reichte es nicht. Da hätte er sogar unter 4:50 Minuten bleiben müssen. Christopher Rein-hardt, Malte Engbers und David Schult haben sich entsprechend ihrer Vorgaben gut verkauft, Malte Tewes landete bei den Jungen bis 14 Jahre im vorderen Mittelfeld, Cedric Kuhlbach fuhr bei den leichten Männern besser als bisher.

 
 

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