Platz drei für Piontek

Leipzig.. „Endlich“, sagte Timo Piontek strahlend: „Das ist richtig cool.“ Der U23-Ruderer aus Dorsten knackte auf dem Ergometer erstmals die Sechs-Minuten-Marke und fuhr auf den simulierten 2000 Metern 5:59 Minuten. Damit hat er eine wichtige Zielvorgabe beim Langstreckentest in Leipzig voll erfüllt.

Die zweite auf den 6000 Metern am Sonntag im Einer nur teilweise, wie Timo Piontek selbst findet. „Es wäre schön gewesen, wenn ich noch an Hagen Rothe vorbeigekommen wäre“, so der Dorstener, der Sonntag seinen 20. Geburtstag feierte. Piontek wollte unbedingt zweitschnellster U23-Ruderer sein, am Ende war er Dritter in 22:23 Minuten hinter Hubert Trzybinski (5. in 21:53) und Hagen Rothe (12. in 22:18). Im Gesamtklassement lag er auf Platz 14 – gut eine Minute hinter dem seit Jahren dominierenden Frankfurter Marcel Hacker. Eine sehr wertvolle Platzierung: Da in knapp zwei Wochen in Köln die Rollsitze für die Olympia-Saison ausgefahren werden, wird Verbandscheftrainer Hartmut Buschbacher die besten 18 Boote setzen, die auf dem Fühlinger See das Ranking von Platz eins bis 18 ausfahren sollen. Piontek gehört dazu und darf reinschnuppern in die große Selektion.

Zufrieden war auch Charlotte Reinhardt, die im Frauen-Zweier „ohne“ auf dem vierten Platz landete. Hier fehlten allerdings die 16 Frauen, die sich derzeit um die acht Rollsitze im Achter bewerben, der Mitte Mai in Luzern die Olympia-Qualifikation für Deutschland nachholen soll. Erfreulich für die junge Dorstenerin: Sie legte auf dem Ergometer am Samstag noch einmal einen Zahn zu und schaffte in 6:56 Minuten eine neue Bestzeit. „Wir haben uns gesteigert. Jetzt hoffen wir natürlich, dass wir uns über Köln für ein gutes Boot anbieten können“, so RV Dorstens Trainer Uli Wyrwoll. Reinhardt startete von Leipzig direkt ins Trainingslager nach Berlin durch, um optimal auf Köln vorbereitet zu sein.

Lukas Müller tritt dagegen auf dem Ergometer derzeit auf der Stelle. Seine Uhr blieb bei 6:28 Minuten stehen, im Zweier landete er im Gesamtklassement auf Rang 16 und lag im Ranking des Dortmunder Stützpunktes diesmal nicht unter den Top vier, bundesweit auf Platz elf. „Der Rückstand ist nicht groß“, so Wyrwoll. Vorne drückte ein Team mächtig auf die Tube: Andre Sieber (Pirna) und Bastian Bechler (Berlin) nutzten den Schiebewind zum neuen Streckenrekord (20:38 Min.).

Erfreulich erneut das Abschneiden von Jason Osborne, der sich im Top-Feld der jahrgangsoffenen Leichtgewichtsklasse stellte und hier in 23:05 Minuten auf Platz 19 fuhr. Vorne bestimmten die Kandidaten die Schlagzahl, die sich für den Olympia-Leichtgewichts-Doppelzweier qualifizieren wollen. Mit seiner Zeit hätte es Osborne bei den Junioren unter die Top drei geschafft.

 

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