Piontek und Reinhardt holen Gold

Charlotte Reinhardt (2.v.r.)
Charlotte Reinhardt (2.v.r.)

Essen..  Zweimal Gold, zweimal Bronze. Die Dorstener Ruderer machten die Deutschen U23-Meisterschaften wieder einmal zu ihrem Fest und freuen sich nun auf die nächsten Herausforderungen: Timo Piontek und Charlotte Reinhardt tragen in gut zwei Wochen bei den U23-Weltmeisterschaften im litauischen Trakai das Nationaltrikot.

Für Timo Piontek ist es bereits der vierte WM-Einsatz. Zweimal war er schon bei den Junioren dabei, nahtlos knüpfen sich nun seine Teilnahmen in der U23-Klasse an. Nach Bronze im Vorjahr im Doppelvierer will er nun mehr. Und das deutete er mit Patrick Leineweber, Felix Bach und Dennis Sittel auch auf dem zweiten Teil im Doppelvierer-Finale an. Erst zündete der U23-WM-Doppelzweier mit Hagen Rothe und Stefan Riemekasten im Vierer mit Gilbert Klinger und Florian Eidam den Turbo. „Bei uns lief es erst gar nicht“, so Timo Piontek. Fast zwei Sekunden betrug der Rückstand nach 500 Metern. Doch dann gewannen Piontek und Co. an Sicherheit, kamen Schlag um Schlag an die Führenden heran und knackten sie kurz vor der 1500 Meter-Marke. Ein spannendes Finish für die Zuschauer und auch die Ruderer selbst hatten ihre Freude an diesem Rennen, in dem der Piontek-Doppelvierer am Ende seine internationale Klasse ausspielte und zu Gold fuhr. Wenn es dem Team jetzt gelingt, diese Leistung über 2000 Meter zu bringen, dann darf sich die Konkurrenz in Trakai warm anziehen. Jetzt geht es erst einmal ins Trainingslager und dort will das Quartett weitere Fortschritte machen.

Zuvor hatten sich Piontek/Leineweber noch Bronze im Doppelzweier abgeholt. Gold ging an das für die WM nominierte Duo Rothe/Riemekasten, Silber an Pionteks Mannschaftskameraden Sittel/Bach. Das Nationalteam war also auf dem Podium komplett unter sich.

Schade war nur, dass es im Frauen-Vierer „ohne“ keine Gegenmeldung gab. Das soll aber die Leistung von Charlotte Reinhardt, Cathrin Crämer, Anna-Maria Götz und Lea-Katlen Kühne nicht schmälern. Wegen der Terminenge zu den U23-Weltmeisterschaften verzichten beispielsweise die Ruderinnen aus dem Achter auf einen Doppelstart, andere Klubs meldeten erst gar nicht. So musste das für die U23-WM nominierte Quartett alleine über die Strecke fahren, ist aber dennoch Deutscher U23-Meister. Wochen zuvor in den Ausscheidungen hatte sich das Quartett ja empfohlen und eindrucksvoll bewiesen, dass es zu den Besten Deutschlands in dieser Altersklasse gehört. Die Crew reiste aus dem Trainingslager nach Essen an und wird gleich weiterfahren, um sich weiter auf den Saisonhöhepunkt in Trakai einzustimmen. Für Charlotte Reinhardt darf diese Saison schon jetzt als großer Erfolg gewertet werden. Sie hatte viele Rückschläge verdauen müssen, hatte nach ihrem Neuseeland-Aufenthalt erst den Anschluss nicht gefunden und ist nun endlich in der Nationalmannschaft angekommen. In Trakai möchte sie mit ihren Team-Kolleginnen noch eine Schüppe drauflegen.

Lukas Müller hat es zwar nach dem Junioren-WM-Titel im Vierer 2011 diesmal nicht in die Nationalmannschaft geschafft, doch er hat gezeigt, dass mit ihm zu rechnen ist. Im ersten U23-Jahr war er an den Top-Booten dran und deshalb hat sich Trainer Peter Thiede entschieden, dem Nachwuchs nächste Woche bei der ruhmreichen Regatta im britischen Henley einen Start zu ermöglichen. So war das Rennen bei den Deutschen U23-Meisterschaften zugleich ein Generalprobe und die Achter-Crew um Lukas Müller schaffte es als Dritter auch aufs Treppchen. Gold ging an den U23-Nationalachter.

 

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