Piontek fordert den WM-Titel

Dorsten..  Der Saison-Höhepunkt kann kommen. Timo Piontek und Charlotte Reinhardt fühlen sich bestens vorbereitet auf die U23-Weltmeisterschaft der Ruderer in Trakai und sind mittlerweile in Litauen eingetroffen. Jetzt stehen die Zeichen auf Angriff. Vor allem bei Timo Piontek.

Dessen Doppelvierer brennt nach einem exzellenten Relationsrennen geradezu auf den WM-Titel in dieser Altersklasse, während der Vierer um Charlotte Reinhardt bescheidenere Ziele ausgibt: „Die großen Nationen haben ihre stärksten Ruderinnen diesmal nicht in den Achter, dafür in den Vierer gesetzt“, sagt Reinhardt. Auch wenn Trainer Marc Krömer seinem Quartett eine starke Physis attestiert, so wissen alle: Es wird so schwer wie schon lange nicht mehr, im Vierer „ohne“ eine Medaille zu gewinnen.

Das Gefühl, schon mit 18 Jahren an der U23-WM teilnehmen zu dürfen, überwiegt erst einmal. Charlotte Reinhardt hat sich gut vier Wochen lang mit ihrer Crew in Mainz auf die WM vorbereitet, berichtet von einer guten Stimmung im Boot, die Cathrin Crämer, Charlotte Reinhardt, Anna-Maria Götz und Lea-Katlen Kühne zunächst einmal ins Finale tragen soll. Wie man dort über sich hinaus wachsen kann, das weiß Schlagfrau Lea-Katlen Kühne zu genau aus dem Vorjahr, als sie in dieser Bootsklasse überraschend zum WM-Titel fuhr. Nur 2011 in Amsterdam hatten viele Nationen eher auf den Achter gesetzt, was die Aufgabe etwas einfacher gemacht hat. Reinhardt: „Wir ziehen alle an einem Strang und versuchen das zu machen, was wir können. Erst einmal ins Finale und dann weiter schauen.“

Timo Piontek hat dagegen die Messlatte richtig hoch angelegt. Auf den Deutschen U23-Meisterschaften war zwar noch Sand im Getriebe, doch seit den Umstellungen im Trainingslager ist der Dorstener geradezu euphorisch: „Wir sind als Team ganz nah zusammengerückt und wollen um den Titel mitfahren.“

Mittlerweile sitzt Dennis Sittel auf der Schlagposition, dahinter Patrick Leineweber. Es folgt Felix Bach und schließlich sitzt Timo Piontek erstmals bei einer WM im Bug. „Ja, das ist neu, aber ich fühle mich da hinten echt wohl“, so Piontek: „Die Messbootergebnisse haben ergeben, dass ich dahinten besser hinpasse.“

Am Anfang, so Piontek, hätten die Vier noch Schwierigkeiten gehabt, als echtes Team aufzutreten, was für den Dorstener aber auch irgendwie logisch war, wenn man viele Monate lang im Kleinboot unterwegs war und sich jetzt unterordnen muss. „Dann haben wir uns zusammengesetzt und seitdem läuft es super.“ Im Relationsrennen war der Doppelvierer Prozentekönig und Piontek weiß, dass man in den letzten Trainingseinheiten vor Ort auch noch weitere Prozentpunkte herausholen kann. „Wir müssen in den Feinheiten noch etwas mehr herausholen.“

Um nicht von Beginn an in die Favoritenrolle zu rücken, will die Crew zunächst einmal sicher ins Finale fahren. „Dann aber wollen wir versuchen, das Ding richtig abzuknallen.“ Dabei mithelfen wollen natürlich die Dorstener Fans. Am Freitag heben sie gemeinsam ab Dortmund ab.

 
 

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