Osborne ist Weltmeister

Weltmeister: Moritz Moos (l.) und Jason Osborne.
Weltmeister: Moritz Moos (l.) und Jason Osborne.
Foto: Detlev Seyb

Ottensheim..  Die Dorstener Ruderer glänzten bei der U23-Weltmeisterschaft im österreichischen Ottensheim. Ganz überlegen sicherte sich Jason Osborne mit seinem Mainzer Partner Moritz Moos im Leichtgewichts-Doppelzweier den Titel, während Charlotte Reinhardt nach ihrer Bronze-Fahrt im Achter auch einfach nur noch happy war.

Die Goldmedaille von Jason Osborne und Moritz Moos war eigentlich diejenige, die der Deutsche Ruderverband (DRV) am meisten auf seiner Rechnung hatte. „Wir wollten es aber im Vorfeld nicht aussprechen“, sagte Mario Woldt, der DRV-Sportdirektor. Zu sehr hätte man unter Umständen das Team unter Druck gesetzt - aber den bauten sich Moos/Osborne selbst auf durch eine tadellose Saisonleistung. Das Duo von Trainer Robert Sens ist nach Top-Ergebnissen bei Tests, Internationalen Regatten und diesem blendenden Eindruck im WM-Vorbereitungstrainingslager auch optimal in dieses „Turnier“ in Österreich gestartet. Vor dem Finale war jedem klar, hier scheint ganz viel möglich zu sein. Während Schlagmann Jason Osborne nach der Goldfahrt noch tief Luft holte, stellte sich Partner Moritz Moos bereits den Fragen des Weltruderverbandes. Der Mainzer betonte, wie happy er sei, als 19-Jähriger diesen Titel gewonnen zu haben. Er und Jason Osborne, beide gerade aus der Junior-Klasse gekommen, waren das jüngste Duo im Feld.

Frankreich und Italien waren anfangs mächtig am Drücker, aber letztlich hatte das Duo aus Deutschland das Rennen jederzeit im Griff. Beeindruckend, wie sie trotz des hohen Drucks diese Aufgabe lösten. Kein Wunder, dass beide nach diesem fantastischen Finale mit Lob überschüttet wurden. „Man muss ja auch berücksichtigen, dass es für Jason der erste große internationale Auftritt war“, so Woldt. Moritz Moos war bereits im vergangenen Jahr bei der Junioren-WM dabei. Was den Sportdirektor auch freut: Moos/Osborne haben mit dieser Vorstellung gezeigt, dass der Verband auf weitere Top-Leichtgewichte bauen kann. Von daher sei für Beide die Nominierung zur A-WM im Doppelvierer mehr als gerechtfertigt.

Silber hatte sich der deutsche Frauenachter im vergangenen Jahr in Trakai geholt, diesmal wurde es Bronze. Wie die Crew um Charlotte Reinhardt diese Medaille aber schon im Boot feierte, spätestens da wurde jedem klar: Es war eine Bronze-Medaille, die sich nach mehr anfühlte. Das Projekt, den Achter stark zu machen, ist nämlich aufgegangen. Und es war auch nötig. Denn die Qualität in diesem Achter-Finale hatte im Vergleich zu 2012 deutlich zugenommen, als viele Nationen eher auf den Vierer gesetzt hatten.

Zum Rennen: Wer sonst als die USA, die ja auch im Senior-A-Bereich seit Jahren den Ton angeben, sollte hier die Schlagzahl vorgeben. Eine Sekunde auf England bei 500 Metern, drei Sekunden bei 1000 Metern. Gold war früh vergeben. Die Britinnen hatten die Silbermedaille fest im Blick und mussten am Ende noch einmal aufpassen, als der Achter der Dorstenerin angeflogen kam. Anfangs hatte es nach diesem Ausgang nämlich noch nicht ausgesehen. Charlotte Reinhardt und Co. kamen irgendwie nicht so auf Touren wie die anderen davor, nur die Kanadierinnen hatten noch mehr Probleme. Die Ruderinnen der Trainer Werner Nowak und Rita Hendes wussten, wie hoch das Niveau war und so schalteten sie voll auf Angriff um. Nach 1000 Metern hatten sie schon die Niederlande eingefangen. Nach 1500 Metern waren sie auch an den Australierinnen vorbei. Dann wollten sie noch einmal die Britinnen ärgern. Auf den letzten 500 Metern fuhren die Deutschen noch einmal Bestzeit, die Silbermedaille ging aber nach England. Jubel im Boot. Beifall auf der picke-packe-vollen Tribüne. Und Lob vom Sportdirektor: „Das war heute eine ganz hohe Qualität im Feld. Unser Achter hat eine technisch gute Leistung gezeigt. Da rückt für die Zukunft einiges nach.“

Der Dorstener WM-Traum wäre perfekt gewesen, wenn auch noch Timo Piontek in die Medaillenränge gefahren wäre. Aber die Konkurrenz im Doppelzweier war extrem. Ein kleiner Fehler, schon ist der Anschluss dahin. Von Anfang an konnten Piontek/Riemekasten ihre Stärken nicht ausspielen, während vorne Litauen, Tschechien und Spanien enorm auf die Tube drückten. Vorne stritten sich vier Teams derart um die Podiumsplätze, so dass sie sich gegenseitig mitzogen. Piontek/Riemekasten hatten bis 500 Metern vor dem Ziel mitgehalten, immer auf eine Wende gehofft, dann aber war’s schnell gelaufen.

 
 

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