Lukas Müller will nach Oxford

Dorsten.. Doppel-Gold bei den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften. Gold bei den Weltmeisterschaften der Junioren. 2011 haben die Athleten des RV Dorsten die Messlatte so hoch gelegt, dass sie diese 2012 wohl kaum überspringen können. „Mir war schon im Sommer klar, dass wir das nicht toppen können“, sagt Trainer Uli Wyrwoll.

2012 hat gerade begonnen, da befinden sich die Aktiven vom Wesel-Datteln-Kanal längst inmitten der intensiven Winter-Vorbereitung. Getreu dem Motto: Dann, wenn es draußen richtig ungemütlich wird, werden die Meister von morgen geformt. Eine Vorbereitung, die aber auch klimatisch gemütlicher verlaufen kann. Zum Beispiel für Junioren-Weltmeister Lukas Müller. Der war jetzt mit dem Dortmunder U23-Kader über Silvester im italienischen Sabaudia.

„Für Lukas wird es eine ganz schwere Saison“, sagt Uli Wyrwoll, „weil er erst ganz am Anfang seiner U23-Karriere steht.“ Gemeinsam mit Zweier-Partner Max Johanning hat er sich in Sabaudia weiterentwickelt und durfte sich dort auch tollen Anschauungsunterricht nehmen: Denn ab dem 2. Januar hatte auch wieder die Olympia-Riemen-Mannschaft des Deutschen Ruderverbandes in Sabaudia ihr Quartier aufgeschlagen und den zweiten Teil der Vorbereitung auf London 2012 aufgenommen. Wyrwoll: „So etwas motiviert gerade junge Athleten wie Lukas, wenn sie sich von den Vorbildern etwas abschauen können.“

Möglich, dass das Dorstener Ruder-Talent schon im Februar zu einem ersten internationalen Einsatz kommt. Laut Wyrwoll steht für die heimische U23-Auswahl ein Vergleich auf der Themse mit dem Oxford-Achter an. Die Briten würden dies als Vorbereitung auf das legendäre Uni-Rennen Oxford-Cambridge einplanen, so Wyrwoll. Mit dabei in Sabaudia auch B-Seniorin Charlotte Reinhardt: Nach ihrem Neuseeland-Aufenthalt hatte es die Riemen-Ruderin zunächst schwer, wieder in der deutschen Ruderszene Fuß zu fassen. In diesem Winter gibt sie wieder Vollgas, um sich für den Vierer oder Achter in ihrem Altersbereich aufzudrängen.

Der Fahrplan ist schon genau abgesteckt. Anfang Februar steht die Deutsche Ergometer-Meisterschaft in Kettwig auf dem Programm. Dann möchten die RVD-Athleten durch die Bank beweisen, dass sie physisch zugelegt haben. Das gilt auch für die Junioren und hier allen voran Benedikt Müller. Der Deutsche U17-Jahrgangsmeister macht ebenfalls stetige Fortschritte und bietet sich in Dortmund für ein regionales U19-Projekt an, das später im Sommer national überzeugen soll.

Aufschlüsse über die Kleinboot-Form soll Ende März die Langstrecke in Leipzig geben. Mitte April folgt der nächste Test in Köln (Senioren) bzw. Brandenburg (Junioren) – dann aber über die olympische 2000 Meter-Distanz.

 
 

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