Loopings und Wetterkapriolen bei den Dorstener Flugtagen

Flugtage des Luftsportvereins Dorsten auf dem Flugpplatz Foto: Franz Meinert / WAZ FotoPool 10.9.2011
Flugtage des Luftsportvereins Dorsten auf dem Flugpplatz Foto: Franz Meinert / WAZ FotoPool 10.9.2011
Foto: WAZ FotoPool

Dorsten.. Die Flugtage 2011 des Luftsportvereins Dorsten sind erfolgreich verlaufen. Mehr als 3000 Zuschauer sahen an beiden Tagen Loopings und Wetterkapriolen am Himmel über Dorsten.

Was braucht es, um einen Flugtag zu einem Erfolg gedeihen zu lassen? Die Antworten sind schnell gefunden: Eine perfekte Organisation, tolle Flugzeuge und schönes Wetter. Am Samstag waren alle drei Faktoren gegeben, am Sonntag vollführten nicht nur die Flieger Kapriolen in ihren bunten Maschinen am Himmel über Dorsten, sondern auch der Wettergott sorgte für Kapriolen. „Wir sind das Opfer einer Kaltfront geworden. Es hat bei uns nur wenig geregnet, aber auf den Plätzen, auf denen unsere Gäste starten wollten, haben sich die Himmelsschleusen geöffnet“, sagte Vereinspräsident Jürgen Salamon, der am Ende der beiden Flugtage einige Flugstunden mehr in seinem Flugbuch notieren konnte, denn er war mit seinem Flugzeugpark am Sonntag der Programmhöhepunkt.

Was gab es sonst noch alles während den Flugtagen zu sehen? Präziser Kunstflug, den Uwe Zimmermann auf seiner „Extra“ bot. Der Wulfener zeigte an beiden Tagen, was in den Maschinen, die in Dinslaken gebaut werden, steckt.

Immer wieder schön und bei den Hobbyfotografen aus der Region beliebt sind die Oldtimerflugzeuge. Hans Hermann Günther, Organisator und Szenekenner, hatte wieder eine bunte Flotte fliegender Juwelen nach Dorsten gelockt. Doppeldecker aus den 1930er Jahren, bullige Sternmotorflugzeuge und quirlige Rennflugzeuge gaben sich ein Stelldichein mit Automobilen aus der gleichen Epoche. Ein Veranstaltungsformat, das seine Freunde gefunden hat.

Neuland betraten die Flieger in der Begegnung mit anderen Sportarten in Dorsten. Die Zweitliga-Mannschaft der BG Dorsten war zu Gast und präsentiert ihre Flugkünste unter dem Korb. Ein Besuch, der bei den Besuchern viel Interesse für die Korbjäger weckte.

Lena Kemper, Geschäftsführerin der BG, hatte noch eine Überrauschung im Gepäck: Wer von drei Würfen auf den Korb einen versenkte, bekam eine Freikarte für das erste Heimspiel gegen Lok Bernau am 1. Oktober geschenkt. Aufsehen erregte auch der Besuch des Frauenteams des FC Rhade: Bürgermeister Lambert Lütkenhorst entpuppte sich als charmanter Purser, der dem frischgebackenen Stadtmeister die Plätze in der Antonov für einen Rundflug anwies, den die Firma Krauel und Kock für die Rhader spendiert hatte. Der luftige Abstecher Richtung Schalker Arena begeisterte die Rhaderinnen. Dennis Kallwitz versprach einen Höhenflug fußballerischer Art in der kommenden Saison.

Dorsten fliegt

Der Luftsportverein Dorsten lud zu den traditionellen Flugtagen auf den Flugplatz. Vor allem viele alte Maschinen konnten die Besucher bestaunen.
Dorsten fliegt
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„Die Flugtage sind und bleiben für uns das Instrument, uns und unsere Passion zu präsentieren. Auch wenn das Wetter jetzt nicht ganz optimal war, werden wir in zwei Jahren wieder den Flugtag in Dorsten präsentieren“, sagte Vereinspräsident Salamon. Dann kletterte er in seine riesige T6, startete den Sternmotor und donnerte in den Abendhimmel. Es sind genau solche Momente, die den Reiz der Flugtage ausmachen, die mit der Mischung aus Sport und fliegender Nostalgie begeistern.

 
 

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