Lennart Zynga setzt zum Sprung an

Lennart Zynga
Lennart Zynga
Foto: WAZ FotoPool

Haltern am See..  Ein Halterner macht sich auf in die große, weite Tenniswelt. Lennart Zynga wechselt vom Dorstener Westfalenligisten TV Feldmark zum renommierten TC BW Halle. Für den 20-Jährigen ein Kindheitstraum, bei dem sogar die Großeltern mithelfen.

„Wenn ich groß bin, dann möchte ich irgendwann auch mal hier spielen“, hatte Lennart Zynga seinem Vater schon als kleiner Knirps jedes Mal gesagt, wenn die Familie sich ein Bundesliga-Spiel der Blau-Weißen in Ostwestfalen angeguckt hatte. Heute ist aus dem kleinen Knirps ein 1,96 Meter großer Mann geworden, dessen Traum tatsächlich in Erfüllung gegangen ist: Vor ein paar Wochen bekam der Westfalenliga-Spieler des TV Feldmark ein lukratives Angebot aus Halle. Für das Tennistalent aus Haltern am See war das wie ein Sechser im Lotto. „Allein schon der Name hat überzeugt. Ich habe mich riesig gefreut“, erzählt Zynga, dessen jahrelange schweißtreibende Trainingsarbeit sich nun auszuzahlen scheint.

Bereits als kleiner Junge hat Lennart beim TuS Haltern mit dem Tennisspielen begonnen. Nach seinem Wechsel zum TV Feldmark ging es für den Tennis-Hünen stetig aufwärts auf der Karriereleiter. In der Westfalenliga zählte Zynga zu den deutschen Topspielern.

Gerry-Weber-Breakpoint-Base

Das Angebot vom deutschen Vize-Meister aus Halle kam ein wenig überraschend. Dennoch, gezweifelt hat der Tennisspieler keinen Moment: „Man hatte angefragt, ob ich mir einen Wechsel vorstellen könnte. Beim zweiten Angebot habe ich dann zugesagt. Die Perspektiven sind für mich optimal.“

In Halle wird Zynga künftig Mitglied der Gerry-Weber-Breakpoint-Base und hat die Möglichkeit, mit Topspielern wie Olympiateilnehmer Christopher Kas oder dem Finnen Jarkko Nieminen zu trainieren. Respekt vor der neuen Herausforderung sei zwar vorhanden, in Ehrfurcht erstarren will der Rechtshänder aber nicht.

„Ich werde jetzt ein Jahr lang versuchen, den Sprung in den Profi-Bereich zu schaffen. Mein Ziel ist erst mal die Top 800 der Welt.“ Momentan liegt er auf Rang 1006. Beim Turnier der ITF Pro Circuit in Enschede deutete er mit einem Halbfinaleinzug sein Potenzial aber erstmals auch auf internationaler Ebene an.

Unterstützung in seiner neuen Tennisheimat bekommt Zynga von seinen Großeltern, die ganz in der Nähe der neuen sportlichen Heimat wohnen: „Bei Oma und Opa kann ich mir ein kleines Zimmer einrichten, die freuen sich schon auf mich.“

Für seinen Erfolg arbeitet der junge Halterner hart: Zweimal am Tag wird trainiert, dazu geht es ins Fitnessstudio. Die Muskeln spielen lassen. Eine gesunde Ernährung spielt ebenfalls eine Rolle und erfordert eine Menge Selbstdisziplin. „Ich will für den Erfolg immer etwas tun. Wer sich auf seine Leistung etwas einbildet, der trainiert automatisch schlechter“, lautet Zyngas Credo.

So verwundert auch nicht seine Antwort auf die Frage nach einem Vorbild: „Roger Federer ist der beste Tennisspieler aller Zeiten, aber ich war schon immer Fan von denen, die nicht auf Platz eins waren.“ Derzeit ist für ihn der Argentinier Juan Martin Del Potro Inspiration und Ansporn bei der täglichen Trainingsschinderei.

Beim TC BW Halle soll Zynga für die Reserve in der Regionalliga aufschlagen und sich langsam an die namhafte Konkurrenz gewöhnen. Nach einer Erkältung steigt der ehemalige Feldmarker in dieser Woche erstmals ins Training bei seinem neuen Club ein. Sein größter Wunsch: „Verletzungsfrei bleiben.“

 
 

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