Jason Osborne steht im A-Finale

Volle Kraft voraus: Jason Osborne (r.) erreichte mit seinen Kollegen vor Australien das A-Finale.
Volle Kraft voraus: Jason Osborne (r.) erreichte mit seinen Kollegen vor Australien das A-Finale.
Foto: Seyb

Chungju (KOR)..  Jason Osborne hat mit dem Leichtgewichts-Doppelvierer das A-Finale bei den Ruder-Weltmeisterschaften im südkoreanischen Chungju erreicht. Der Schlagmann aus Dorsten gewann mit Jonas Schützeberg, Julius Peschel und Moritz Moos den Hoffnungslauf gegen Australien, die sich ebenfalls noch qualifizierten. Indien und Uruguay müssen nun im B-Finale antreten.

Die Erleichterung und Freude war natürlich groß bei den Ruderern von Trainer Robert Sens, die am Freitag bereits um Gold, Silber und Bronze fahren. Die Chancen auf eine Medaille stehen gut, aber dieses Finale dürfte eine ganz knappe Kiste werden. Marcus Schwarzrock, der Cheftrainer des Deutschen Ruderverbandes, sieht gleich vier Mannschaften auf einer Augenhöhe: Italien und Griechenland, die beiden Vorlaufsieger. Deutschland und Dänemark, die beiden Hoffnungslaufsieger. „Das wird ein spannendes Rennen. Von Platz eins bis vier ist alles drin“, sagt Schwarzrock. Komplettiert wird das Feld durch Australien und Hongkong.

Schwarzrock sieht noch Potenzial

Der Cheftrainer des Verbandes hat aber ein gutes Gefühl, weil er bei der deutschen Mannschaft noch erhebliches Steigerungspotenzial sieht. Im Vorlauf lief der Motor noch nicht rund. Auch im Hoffnungslauf hätte es ein wenig gehakt. „Wir haben die Aufgabe gelöst. Es war gut, aber nicht sehr gut“, so Schwarzrock. Allerdings muss man berücksichtigen, dass die Ansprüche im deutschen Team groß sind.

Was den leichten Männer-Doppelvierer betrifft, so ist Trainer Robert Sens froh, dass seine Mannschaft nach den beiden Fahrradunfällen im Trainingslager ganz sicher im Finale steht. Es gab auch zu keiner Zeit des Rennens irgendwelche Zweifel. Jason Osborne und Co. fuhren gleich an die Spitze, zogen dabei die Australier mit. Indien hielt 1000 Meter lang prima mit, fiel aber dann deutlich zurück. Uruguay hatte nie den Hauch einer Chance. Im weiteren Verlauf legten weder Deutschland noch Australien ihre Karten komplett offen, wollten natürlich bei diesen extremen Temperaturen auch Kräfte sparen. Bemerkenswert der Auftritt der Dänen im anderen Hoffnungslauf, die mit einer sehr starken ersten 500 Meter-Zeit losgefahren waren. Nach der Zieldurchfahrt legte das deutsche Boot gleich am nächsten Steg an, wo den Ruderern sofort Kühlwesten übergeben wurden. Anschließend ging es in die cool down-Zone.

A-Finale am Freitag fraglich

Laut Zeitplan findet das A-Finale am Freitag um 16.18 Uhr (9.18 Uhr MEZ) statt. Allerdings kann sich das auch schnell noch ändern. Weil für Donnerstag ein Unwetter erwartet wird, hatte der Weltruderverband vorsorglich den Zeitplan für Mittwoch und Donnerstag geändert - morgen Nachmittag ist jetzt sogar komplett frei. Zurzeit gehen die Verantwortlichen fest davon aus, dass Freitag wieder gute Ruder-Bedingungen herrschen.

Mit dem Einzug in das A-Finale hat der erst 19-jährige Jason Osborne seiner ohnehin schon guten Saison einen weiteren großen Erfolg hinzugefügt. Erst wurde er in der offenen Klasse Zweiter bei den Deutschen Meisterschaften im Leichtgewichts-Einer, dann mit Moritz Moos Deutscher U23-Meister im Leichtgewichts-Doppelzweier und schließlich im Juli U23-Weltmeister in dieser Bootsklasse. Aus dem Trainingslager ging’s noch mal zwischendurch nach Luzern zum Weltcup, wo die aktuelle Vierer-Besetzung gewann und sich dadurch für die WM in Südkorea qualifiziert hat. Trainer Robert Sens verspricht sich von der WM-Teilnahme eine ganze Menge. Er möchte, dass seine Sportler möglichst viele Erfahrungen in dieser nicht-olympischen Bootsklasse sammeln, um sich so Stück für Stück an höhere Aufgaben heranzutasten. Dass jetzt sogar eine Medaille möglich ist, freut Sens und sein Team ganz besonders.

 
 

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