Jason Osborne ist Vize-Weltmeister

Chungju..  Es ist seine Saison. Nach Gold im Leichtgewichts-Doppelzweier bei der U23-Weltmeisterschaft im Juli in Ottensheim hat Jason Osborne nun auch noch bei der A-WM in Chungju (Südkorea) eine Medaille gewonnen. In einem tollen Rennen, in dem letztlich die Erfahrung für Griechenland den Ausschlag gab, sicherte sich der erst 19-jährige Dorstener bei seinem A-WM-Debüt eine Silbermedaille im Leichtgewichts-Doppelvierer. So kann es gerne weitergehen.

Und eines muss man Jason Osborne, Jonas Schützeberg, Julius Peschel und Bugmann Moritz Moos lassen: Sie haben in diesem A-Finale alles versucht, um als Außenseiter auch noch Gold zu gewinnen, Richtig frech sind sie losgefahren, haben nach 500 Metern geführt. Haben auch noch nach 1000 Metern geführt. Immer von hinten am Drücker die Griechen und die Italiener, während sich die hoch gelobten Dänen danach praktisch aus dem Medaillenrennen verabschiedeten.

„Wir sind sehr aggressiv losgefahren“, resümierte Osborne, es sei auch richtig gut gelaufen. Aber am Ende hätte man den Griechen nichts entgegenzusetzen gehabt, sie seien einfach besser gewesen, so Osborne. Nach der 1000 Meter-Marke wendete sich das Blatt. Die Griechen, im Vorjahr Zweiter, schoben sich Schlag um Schlag an die Deutschen heran, schoben sich langsam vorbei und ließen sich die Führung nicht mehr nehmen. „Was die auch an Erfahrung mitbringen“, merkte Trainer Robert Sens an, der auf die Silbermedaille mächtig stolz war: „Wir sind eine ganz junge Mannschaft.“ Die noch viel lernen kann.

Zurück zu den Griechen. Panagiotis Magdanis musste im Interview denn auch zugeben, wie hart dieses Rennen war. Der Gegenwind habe es ihnen nicht einfach gemacht, die Deutschen schon gar nicht. Aber er schwärmte auch von den letzten Metern, als die Griechen eine Gala-Vorstellung präsentierten. Magdanis ist ja nur einer der Erfahrenen an Bord, der mit Spyridon Giannaross vor einem Jahr Europameister im leichten Doppelzweier wurde, der mit Eleftherios Konsolas gar an den Olympischen Spielen in London teilnahm und Achter wurde. Konsolas saß am Schlag des Doppelvierers, Magdanis und Giannaross starten parallel noch im Leichtgewichts-Doppelzweier und wollen ganz klar Kurs auf Olympia 2016 in Rio de Janeiro nehmen. In Chungju stehen sie am Samstag im Finale des Leichtgewichts-Doppelzweiers, was noch einmal die Qualität unterstreicht. Gegen solch einen Gegner darf man auch eine Führung abgeben.

Nach hinten ließen die Deutschen aber nichts mehr anbrennen. Italien, immer brandgefährlich im Leichtgewichts-Bereich, an diesem Tag in den Rennen der nicht-olympischen Bootsklassen die mit Abstand erfolgreichste Nation, hatte gegen eine gut eingestellte und bis zuletzt stark fahrende deutsche Mannschaft keine Chance - die Silbermedaille war zu keiner Zeit mehr in Gefahr.

Bis 2013 hatte es Jason Osborne noch nie zu WM-Einsätzen auf dem Wasser (bei der Ergometer-WM in Boston war er als Jugendlicher schon dabei) gebracht und jetzt schaffte er es in seinem ersten U23-Jahr gleich zweimal. Nach U23-Gold in Ottensheim war Osborne jetzt in Chungju vor allem von der Größe des Events beeindruckt. Er sprach von einer großartigen Atmosphäre und er freue sich, dass er auf diesem hohen Level Erfahrungen sammeln dürfe. Auch 2014 sei er noch U23-Ruderer und so strebe er in erster Linie Rennen in dieser Altersklasse an mit Blick auf einen weiteren Start im Leichtgewichts-Doppelvierer bei der A-WM.

 
 

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