Hilfe ohne Showeffekt

Dorsten.  Jürgen Salamon ist tot. Als in der vergangenen Woche die Nachricht von seinem viel zu frühen Ableben die Bürger der Stadt Dorsten erreichte, da stand das Mitgefühl mit der Familie im Vordergrund. Es ist jetzt an der Zeit, aufzuzeigen, in welch vielfältiger Weise Jürgen Salamon neben sozialen und kulturellen Projekten den Dorstener Sport gefördert hat.

Die Liebe zum Sport hat Jürgen Salamon quasi per Geburt vererbt bekommen: Sein Vater Willi Salamon war die treibende Kraft beim BVH Dorsten. Doch Jürgen Salamon entdeckte für sich als Jugendlicher die Leidenschaft für die Fliegerei. Der Segelflug und später der Motor- und Düsenflug wurden zu seiner Leidenschaft. Als es ihm seine wirtschaftlichen Verhältnisse möglich machten, unterstützte er den Verein sofort, aber nicht bedingungslos.

Albert Stewing hatte mit seinen Ideen die Grundlage für einen modernen Verein gelegt und Jürgen Salamon vertiefte das Prinzip des Förderns und des Forderns. Er setzte Ziele, die nur mit seiner finanziellen Unterstützung und der Muskelhypothek der Vereinsmitglieder erreicht werden konnten. So setzte er seine Vorstellungen von der Modernisierung des Flugzeugparks durch. Die alten Holzkisten wurden erstklassig gewartet und für gutes Geld verkauft. Den Fehlbetrag für den Ankauf der modernen Kunststoffsegler füllte Jürgen Salamon auf. Er förderte den Flugtag und brachte sich mit seinem Geschäftsjet und seinem Oldtimerflugzeug selbst als Programmhöhepunkt ein. Dabei war es stets sein Prinzip, nicht über Geld zu reden, sondern zu handeln.

Als Salamon, der als Geschäftsmann weltweit vernetzt war, davon Wind bekam, dass eine Immobiliengruppe das Flugplatzgelände als Baugrund ins Visier genommen hatte, machte er der Hoesch-Liegenschaften AG ein Angebot, das diese nicht ablehnen konnte und erwarb das Flugplatzgelände. Durch einen notariell beurkundetem Vertrag überließ er dem Verein auf die Dauer des Bestehens den Platz zur Nutzung. Das war die Rettung des Luftsports in Dorsten.

Die Flieger sind nur ein Kapitel im Engagement von Salamon für den Sport in Dorsten. Als durch die Insolvenz der Enning-Gruppe plötzlich der Große Preis von Gahlen in seiner Existenz bedroht war, zögerte Jürgen Salamon nicht eine Minute, als Heiner Nachbarschulte ihn um Hilfe bat: Die Auto-Köpper-Gruppe übernahm das Patronat und das Preisgeldversprechen für diese so bedeutende Dorstener Sportveranstaltung.

„Der Verein gibt seinen Teil und wenn ich kann, dann unterstütze und helfe ich gerne“, lautete Salamons Devise in Sachen Sportförderung.

 
 

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