Hertener Löwen geschockt

Herten.. Nach der Freude über die sportliche Qualifikation für die 2. Basketball-Bundesliga Pro A ist Ernüchterung bei den Hertener Löwen eingekehrt. Der Lizenzligaausschuss verweigerte dem Pro-B-Vizemeister die Lizenz für die Pro A.

„Weil wir den erforderlichen Mindestetat sowie den erforderlichen Parkettboden und die Zuschauerkapazitäten zur Zeit nicht nachweisen können“, sagt Löwen-Präsident Dr. Jürgen Philipp. Sofort nach Erhalt des Einschreibens habe er schriftlich Widerspruch gegen die Entscheidung eingelegt.

Dabei beruft sich der Verein vor allem auf eine E-Mail von der Liga, die ihm bis zum 31. Mai Zeit lässt, die erforderlichen Nachweise zu bringen. Danach sei der Zeitplan ausgerichtet gewesen. So werde es nächste Woche ein Gespräch mit Bürgermeister Uli Petzel geben. Außerdem gebe es vielversprechende Gespräche mit Sponsoren. „Die Mehrkosten für die Pro A hätten wir auffangen können“, sagt Dr. Philipp. Der Parkettboden wird im Sommer eingebaut, und auch in Sachen Anzeigentafel und Hallenkapazität „sind wir in Kontakt mit der Stadt“. Vieles scheint auf den Weg gebracht zu sein.

Umso größer ist das Entsetzen über die Entscheidung des Lizenzligaausschusses. Löwen-Präsident Dr. Philipp: „Für uns gilt die Mitteilung der Liga, dass wir bis zum 31. Mai Zeit haben, die Nachweise zu erbringen. Daran werden wir uns halten. Warum man uns jetzt vier Wochen vor Ablauf der Frist einen negativen Lizenzbescheid zustellt, ist mir schleierhaft.“ Er kündigt an, dass die Löwen alles daran setzen werden, um die Lizenz doch noch zu bekommen.

Liga-Präsident Martin Hornberger verteidigt derweil das Prozedere als „ganz normalen Vorgang“. Der Verein habe ja die Möglichkeit, die notwendigen Daten nachzureichen und die Lizenz dann doch zu erhalten. Beschäftigen wird sich mit dem Einspruch erneut der von Karlheinz Sonntag, einem Steuerberater aus Langen, geführten Lizenzligaauschuss; möglicherweise unter Beratung des Gutachterausschusses. Sollte bei einer neuerlichen Entscheidung weiter ein Dissenz zwischen Liga und Verein vorliegen, gebe es noch die Möglichkeit, Rechtsmittel einzulegen.

Tatsächlich sieht das im Januar beschlossene Lizenzstatut der 2. Liga vor, dass die Entscheidung zu eine Lizenzantrag „bis zum 30.04. ergehen, wenn sie ablehnenden Inhaltes ist; ansonsten bis zum 30.05.“ (Paragraph 11). Nach Eingang eines Widerspruchs entscheidet der Lizenligausschuss binnen 14 Tagen. Bei neuerlicher Ablehnung kann schriftlich beim Schiedsgericht Widerspruch eingelegt werden.

Im übrigen sind die Hertener Löwen nicht der einzige Verein, der ein Einschreiben mit negativem Bescheid erhalten hat. „Es gibt mehrere Klubs, die eine Pro-A- und Pro-B-Lizenz beantragt haben und denen die Lizenz für die Pro A verweigert wurde“, sagt Liga-Geschäftsführer Niklas Grundmann.

 
 

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