Herbstreich auf Rollen nicht zu schlagen

Teilnehmerzahl enorm vergrößert: Mit fast doppelt so vielen Cross-Skatern gegenüber der Premiere 2015 ging der 2. Hertener Copa-Biathlon über die Bühne.

Backumer Tal. Pünktlich konnten die Veranstalter - die TG in Kooperation mit den Schützen Herten-Mitte - den 2. Hertener Copa-Biathlon am Copa Ca Backum beginnen. Das wäre allerdings fast nicht möglich gewesen wegen der Probleme mit dem Strom beim Aufbau. "Wir hatten zwischendurch eine halbe Stunde Verzug, haben diese aber zum Glück wieder reingeholt", sagt Megger. Zwar hatten die Schützen acht Schießbahnen aufgebaut, zwei davon funktionierten nicht. Auch mit nur sechs Anlagen gab’s keinerlei Stau. Zumal Wartezeiten gutgeschrieben worden wären.

Den Wettbewerb eröffneten bei der zweiten Auflage der Veranstaltung die Bambini. Immerhin machten sich zwei Mädchen und drei Jungs auf den Weg, allesamt aus der Region. "Da hatten wir keine auswärtigen Meldungen", meint Megger. Die Teilnahme lohnte sich allemal. Bei der Siegerehrung gab’s nicht nur Medaillen für alle, sondern auch noch einen prall gefüllten Turnbeutel. Als Zugabe erhielten die Nachwuchs-Athleten sogar noch einen Eis-Gutschein.

Anschließend ging’s bei den Erwachsenen auf Rollen zur Sache. Die Begrüßung der Starter übernahm Megger selbst. "Es wäre schön gewesen, wenn der Bürgermeister den Wettbewerb eröffnet hätte. Er hat aber im Januar sein Amt abgegeben, so müsst ihr mit mir vorlieb nehmen." Megger appellierte an die Starter, den Fair-Play-Gedanken einzuhalten. "Für jeden Fehlschuss geht’s auf die Strafrunde. Seid Sportsleute, wir können’s nicht erfassen." Dem Kölner Steffen Kahl wurde ein Extrawunsch erfüllt. Aufgrund einer Knieverletzung bat er den Veranstalter, zweimal im Stehen zu schießen. "Geht klar, ist ja schwerer", sagt Megger. "Für mich leichter", antwortete Kahl, der später Sechster wurde.

Gestartet wurde in Abständen von 30 Sekunden. Das Rennen machte am Ende Eduard Herbstreich aus Jersbek, der eine Nettozeit von 21:33 Minuten erzielte. Damit hatte er genau 40 Sekunden Vorsprung auf Mark Saborni (Duisburg), 48 Sekunden auf den Oer-Erkenschwicker Andreas Hachmann. Diesen Vorsprung nahm Herbstreich später mit ins Verfolgungsrennen, holte hier auf den ersten Platz mit 20:58 Minuten. Immerhin schaffte es Hachmann (22:04) noch, an Saborni vorbei zu kommen, lag ihm Ziel 41 Sekunden vor ihm.

Bei den Läufern stellte sich am Ende die Frage: Wo ist Helma? Fast hätte der Ausrichter ein Suchkommando losgeschickt, als die Niederländerin Helma van Wezel doch noch auf die Zielgerade einbog - und als Letzte umjubelt wurde. "Sie hat einfach Spaß am Sport", sagt Megger. So soll’s ja auch sein…

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