Guter Start in die WM für Piontek, Osborne und Reinhardt

Charlotte Reinhardt und der Deutschland-Achter kamen hinter Weltmeister USA auf Rang zwei ins Ziel und müssen heute in den Hoffnungslauf.
Charlotte Reinhardt und der Deutschland-Achter kamen hinter Weltmeister USA auf Rang zwei ins Ziel und müssen heute in den Hoffnungslauf.
Foto: Seyb

Linz..  Das war ein Auftakt nach Maß. Bei den U23-Weltmeisterschaften der Ruderer in Ottensheim (Österreich) fuhren Jason Osborne (Leichtgewichts-Doppelzweier) und Timo Piontek (Doppelzweier) bei ihren Vorlaufsiegen Bestzeiten und haben sich damit klar in die Rolle der ersten Medaillenanwärter gerudert. Dass Charlotte Reinhardt im Frauenachter nicht den amtierenden Jahrgangs-Weltmeister aus den USA schlagen würde, davon war auszugehen. So stehen Osborne und Piontek im Halbfinale und Reinhardt kann am morgigen Freitag um 11.27 Uhr im Hoffnungslauf das Ticket fürs Finale einfahren.

Positives Fazit zum Start

Das Fazit von Mario Woldt, dem Sportdirektor des Deutschen Ruderverbandes, fällt dementsprechend positiv aus. Zum leichten Doppelzweier Jason Osborne/Moritz Moos sagte er: „Die Beiden haben ein beeindruckendes Rennen hingelegt in persönlicher Bestzeit.“ Zum Rennen im Doppelzweier mit Timo Piontek/Stephan Riemekasten meinte er: „Ein starkes Feld, ein starkes Rennen. Vielversprechend für das Halbfinale.“ Und das Resümee zum Frauen-Achter mit Charlotte Reinhardt, der sich so viel vorgenommen hat: „Man kann doch nicht erwarten, dass wir gegen die USA gewinnen. Der zweite Platz ist kein Beinbruch.“

In 6:15,79 Minuten waren die US-Mädels als Titelverteidiger das Maß aller Dinge. Dahinter reihten sich die Deutschen als Zweite in 6:21,10 ein vor Großbritannien (6:21,46 Minuten). Die Britinnen haben sich als Sieger des ersten Vorlaufs ebenso wie die USA direkt für das Finale am Sonntag qualifiziert. Vier Plätze sind im Endlauf noch frei und nach der soliden Vorstellung im Vorlauf geht Woldt fest davon aus, dass sich der Achter von Trainer Werner Nowak heute souverän und sicher für den Lauf der besten Sechs empfehlen wird.

Nach der langen Mittagspause geht es dann auch für Jason Osborne um den Finaleinzug, nachdem er am Donnerstag mit Moritz Moos der Konkurrenz enteilt war. In 6:23,56 Minuten qualifizierte sich das Duo als Vorlaufsieger mit den Zweitplatzierten Niederländern (6:31,79) fürs Halbfinale im Leichtgewichts-Männer-Doppelzweier, das noch sechs weitere Mannschaften auf Anhieb erreichten. Die weiteren vier Vertreter wurden am Nachmittag im Hoffnungslauf ermittelt und haben nun ein Rennen mehr in den Knochen. Was bei den derzeitigen hohen Temperaturen schon ein klarer Nachteil sein kann.

Auch Piontek mit starker Vorstellung

Jason Osborne/Moritz Moos sind nach den Vorlaufergebnissen nun in der Favoritenrolle, doch die möchte Sportdirektor Mario Woldt nicht allzu hoch bewerten: „Frankreich ist derzeit der erste stärkste Konkurrent, aber wir wollen hier von Rennen zu Rennen schauen. Die Beiden sind jung, die Anspannung war hoch und das Rennen souverän.“ Das dynamische Duo von Trainer Robert Sens, der mit Osborne/Moos zudem noch an der A-WM im leichten Doppelvierer teilnehmen wird, darf heute jedenfalls ganz selbstbewusst aufrudern.

Was auch Timo Piontek und Stephan Riemekasten dürfen. Die Junioren-Weltmeister von 2010 müssen aber noch einen Tag warten, ehe sie am Samstag ihr Halbfinale bestreiten können. Im Vorlauf gelang dem Duo am Donnerstag nach einer eher unruhigen Vorbereitung ein guter Turniereinstand, zumal mit Litauen im Feld ein ganz unangenehmer Gegner wartete. Das ist der noch amtierende WM-Fünfte, der sich enorm weiterentwickelt hat. Dennoch hatte der gegen überragend fahrende Piontek/Riemekasten keine Chance. Der Dorstener und sein Berliner Partner siegten in 6:23,80 Minuten und waren damit noch eine Ecke besser als die beiden anderen Vorlaufsieger aus Spanien (6:25,26 Minuten) und Ungarn (6:26,07 Minuten). Eine Vorstellung, die den Gute-Laune-Faktor bei Piontek/Riemekasten noch einmal deutlich anheben dürfte. Und wer die Beiden kennt, der weiß, dass sich dies noch einmal positiv auf die Leistung auswirken kann. Das Halbfinale kann also kommen.

 

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