Fürs hohe Lehrgeld gibt’s viel Erfahrung

Foto: WAZ

Recklinghausen.  So schnell kann es im Judo gehen. Daniel Franz war bei den Westdeutschen Meisterschaften der U17 in der Gewichtsklasse bis 90 Kilogramm als Bezirksmeister aus Münster gestartet und war für die PSV Recklinghausen ein heißes Eisen im Feuer. Für einen jungen Sportler ist eine Westdeutsche Meisterschaft allerdings nicht gerade eine Alltagssituation.

Das spürte sein Trainer Egon Bergmann auch vor seinem ersten Kampf: „Er war vorher schon ziemlich nervös. Schließlich war das alles sehr neu und die Konkurrenz sehr groß.“ Und: „Da kannst du noch so gut sein, wenn du eine Sekunde schläfst, bist du schon auf dem Boden“, sagt Egon Bergmann. Dieses Schicksal musste Bezirksmeister Franz dann am eigenen Leib erfahren, sogar zweimal.

Bei seinem ersten Kampf legte sein Gegner ihn nach acht Sekunden auf die Matte. In der Trostrunde, mit Aussicht auf Platz drei und ein Ticket zur Deutschen Meisterschaft, trumpfte Franz auf und arbeitete sich bis zum Kampf um den dritten Platz vor. Technisch zwar überlegen, musste der Recklinghäuser jedoch als Jungjahrgang hohes Lehrgeld zahlen. Nach sieben Sekunden lag der Nachwuchsjudoka auf der Matte und der Traum von der Deutschen Meisterschaft war gelaufen. Als Trost bleibt der fünfte Platz und eine Menge neue Erfahrung. „Im Training gibt er seitdem Vollgas. Ich hab’ ihn noch nie so hart arbeiten sehen“, sagt sein Trainer Bergmann.

Auch für die beiden anderen Vest-Judoka Sira Neuhaus und Anne Albers war die Westdeutsche U 17-Meisterschaft ein neues Gebiet. Am Ende sprang für die Judoka kein Ticket zur Deutschen Meisterschaft heraus, da auch bei den U20-Meisterschaften Nils Theissen und Kim Gaertner nicht über die Trostrunde hinaus kamen.

 
 

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