Flieger pflegen Freundschaften

Dorsten.. Wer am Sonntag über den Segelflugplatz lief, der rieb sich die Augen: Was machen Basketballer und Fußballerinnen auf einem Flugtag? Ganz einfach: Sie nutzen eine der größten Dorstener Sportveranstaltungen für die Präsentation ihrer Sportart und zwar jede auf ihre ganz eigene Art.

„Wir haben uns gedacht, der Flugtag ist eine gute Gelegenheit, einmal der Öffentlichkeit unsere Bundesliga-Mannschaft vorzustellen“, sagt Lena Kemper, Geschäftsführerin der BG Dorsten. Ohne lange Diskussion wurde die Sache auf dem kurzen Dienstweg mit dem Organisationsteam der Flieger klar gemacht und nur das schlechte Wetter verhinderte, dass Flieger und die BG Dorsten im wahrsten Sinne des Wortes gemeinsam abgehoben. Der Schulgleiter SG 38 konnte wegen des schwachen Seitenwindes nicht starten. Geplant war, dass die langen Kerls der BG das Gummiseil auf Spannung ziehen und den luftigen Vogel in die Luft schießen. „Aufgeschoben ist nicht aufgehoben. 2013 wird es wieder einen Flugtag geben und es wird mit Sicherheit auch noch erstklassigen Basketball geben“, sagte der Moderator der Flugtage, der auch das Gastgeschenk der BG Dorsten anpries. Die BG hatte einen Korb aufgebaut und wer von drei Würfen einen versenkte, bekam eine Freikarte geschenkt.

„Der Sport muss sich helfen. Segelflieger, Basketballer, Fußballer und alle anderen Vereine sind eine Familie und müssen so handeln. Mit den Reitern haben wir schon seit Jahren bestes Einvernehmen“, sagt Herbert Vogel, zweiter Vorsitzender des Luftsportvereins. Die Reiter nutzen seit Jahren bei ihren großen Turnieren den Flugplatz als Parkraum und umgekehrt stellen die Reiter den Fliegern ihre Reitwiesen zur Verfügung, wenn Flugtag ist. Klar, dass der Chef der Reiter, Dr. Johannes Brinkmann gemütlich an der Oldtimerparade schlenderte und mit seinem Amtskollegen Jürgen Salamon das Gespräch suchte.

Und die Rhader Fußballfrauen? Die hoben ab und zwar im wahrsten Sinne des Wortes. Die Firma Krauel und Kock hatte im Vorfeld des WAZ-Kreispokalfinales einen Rundflug im „Roten Baron“ ausgelobt. Trainer Dennis Kallwitz und einigen anderen Teammitgliedern war der Flug zu mulmig, aber neun Spielerinnen hoben ab. Sie bedankten sich bei den Fliegern für den freundlichen Empfang und ließen es sich nicht nehmen, in die etwas anders gelagerte Sportwelt der Flieger einzutauchen.

Die Solidarität des Sportes ist sicher ein ganz wichtiger Faktor, der die Zukunft der Vereine sichert. Dabei setzen kleine Schritte Signale. Im November feiern die Flieger ihren 80. Geburtstag. Wie schön wäre es, wenn die Gala im Ramirez vielleicht durch eine Tanzformation aufgepeppt würde? Die Flieger haben jetzt erst einmal keinen Vorbereitungsstress mit einem Flugtag am Hut. Da bleibt Zeit, um einmal ein Tanzturnier zu besuchen. Für Dorsten ist es gut, wenn der Sport in Dorsten weiter im Aufwind fliegt.

 
 

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