Ein königliches Geheimnis

Der britische Prinz Andrew, Duke of York
Der britische Prinz Andrew, Duke of York
Foto: privat

Dorsten/Lashham (GB)..  Die Dorstener Segelflieger sind für ihre detektivischen Fähigkeiten bekannt, wenn es darum geht, historisches Fluggerät zum Flugtag nach Dorsten zu locken. Jetzt hat der Zufall für ein Highlight gesorgt: am 31. August und 1. September wird ein riesiger Slingsby-Segler den Flugplatz am Kanal anfliegen.

Bereits 1975 auf dem Dorstener Flugtag zu Gast

Die Konstruktion dieser Maschine stammt aus den 1930er Jahren und ist richtig auffällig. Rückblende: Flugtag 1975, das bunte Treiben am Dorstener Kanal wird durch einen Oldtimer beherrscht. Es ist ein Flugzeug, das eine britische Kokarde auf dem Rumpf trägt und offenes Cockpit hat. „Es flog wie ein nasser Schwamm, aber das offene Cockpit war natürlich Klasse“, erinnert sich Dieter Bergling, der diese Slingsby fliegen durfte.

Sie gehörte einem Zivilangestellten vom Airforce-Stützpunkt Laarbruch mit Namen Vince, der mit Dorstener Fliegern befreundet war und den riesigen „Sedbergh“ für den Gegenwert eines Kasten Bier erworben hatte. Am Abend erzählte der etwas „tricky“ veranlagte Vince, dass Prince Charles diese Maschine geflogen hatte und seinen ersten Solo-Flug damit absolviert hat. Hörte sich gut an und wurde unter der Rubrik Fliegerlatein abgeheftet.

Maschine verschollen?

Die Zeit verging, aus „RAF-Laarbruch“ wurde der Regionalflughafen Weeze und aus dem Slindsby-Segler Brennholz. Dachten jedenfalls alle Dorstener Flieger. Doch weit gefehlt: die T21, so die offizielle Typenbezeichnung für den Segler, fliegt noch. Sebastian Hater, Johannes Lüning und Hendrik Berkel haben bei der Niederrheinmeisterschaft das Flugzeug in Asperden bei Goch entdeckt. Es fliegt und es wird in Dorsten sein, wenn Flugtag ist. Die jungen Eigner des historischen Fliegers haben ihre Teilnahme zugesagt. Der Autor erinnerte sich natürlich an das königliche Gerücht, die Geschichte mit Charles. Flüge bei Sonnenuntergang mit Camilla?

Bruder Andrew im Cockpit

Fehlanzeige, aber bei genauer Recherche gibt der Flieger dann doch ein königliches Geheimnis preis: Andrew, Duke of York und ausgebildeter Hubschrauberpilot, hat als junger Mann bei den Air-Cadets, eine Art fliegender Pfadfinder, eine Segelflugausbildung absolviert.Und da hat „his Royal Highness“ tatsächlich die T21 gesteuert, die jetzt nach 28 Jahren wieder nach Dorsten zurückkehren wird und seine harmlosen Kreise zum Vergnügen der Zuschauer ziehen. Mit wem „Randy Andy“ seine Kreise in der T21 drehte, ist nicht überliefert.

 
 

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