DTC-Gala in Weiß

Der DTC hat seinen 100. Geburtstag gefeiert und dabei genau das richtige Augenmaß bewiesen

Dorsten.. Der DTC hat seinen 100. Geburtstag gefeiert und dabei genau das richtige Augenmaß bewiesen: Genug ist besser als zu viel hätte das Motto des Festes lauten können.

Erstklassiger Sport im Kampf um den Werner-Tüshaus-Pokal, Spaß beim Einladungsturnier an die Tennisfreunde aus dem gesamten Stadtgebiet und zwei tolle Partys machten diesen Geburtstag zur runden Sache. Mit Kim Möller hat sich ein Dorstener als erster in die hoffentlich noch ganz lang werdende Siegerliste des Werner-Tüshaus-Pokals eingetragen. In einem Dorstener Finale musste Kim Möller alle Register seiner Spielkunst ziehen, um sich mit 7:5 und 6:4 gegen Ralf Wilmik durchzusetzen. Das der Wettergott noch eine Extraschicht in Sachen Sonnenschein einlegte, toppt diese außergewöhnliche Geburtstagsfeier eines außergewöhnlichen Vereins.

Im frühen deutschen Fernsehen gab es einst ein Sendeformat, das „Sport, Spiel und Spannung“ hieß: Das zweitägige Turnier um den Werner-Tüshaus-Pokal könnte als Drehbuch dienen. Drei Dorstener im Halbfinale und Matches, die allesamt das Prädikat spannend verdienten. „Das war Tennis vom Feinsten. Die Spieler haben alles gegeben. Aber mindestens ebenso schön war es, viele alte Bekannte hier auf der Anlage wieder zu treffen und mit denen zu reden“, sagte Oliver Moritz, der die Mischung aus Sport und Society sichtlich genoss. Dabei hat der DTC schon vor langer Zeit alle Allüren, die dem weißen Sport einst Vorurteile in den Weg stellten, abgelegt. Das merkt man spätestens dann, wenn der Vereinspräsident Christian Plümpe einen Hauch von Wimbledon aufkommen lässt und die legendären Erdbeeren an Gäste verteilt, wenn aus den Zelten, die am Rand der Anlage aufgeschlagen wurden, die Partygäste klettern, die sich für die rustikale Variante des Übernachtens in Dorsten entschieden haben. Gratis und nicht im Kristallschälchen, sondern im Einweg-Eisbecher reicht Plümpe seine Erdbeeren. Eine freundliche Geste, die sicher ein schöner Willkommensgruß ist.

„Ob es die Turniere, der Filmvortrag aus der Geschichte des Vereins oder die Fete war: Alles ist bestens angekommen und wir konnten sehr viele Gäste begrüßen“, freute sich denn auch Christian Plümpe, der selbst zu den Klängen der „Florians“ auf der Freiluftbühne bis in die Morgenstunden gemeinsam mit mehr als 400 Besuchern das Tanzbein geschwungen hatte.

„Wir haben eine optimale Geburtstagsfeier erleben können. Unsere Gäste haben uns das durch die Bank weg bestätigt. Es war eine Menge Arbeit, aber die hat sich gelohnt“, sagte der Geschäftsführer des DTC, Uli Winter, der sich natürlich auch über den Erfolg der Tombola freute. „Wir haben 500 Lose verkauft. Es hätten ein paar mehr sein können, aber wir sind zufrieden“, so Winter, der sich auch über die starke Resonanz aus den Dorstener Vereinen freute. „Es waren von allen Vereinen Delegationen vor Ort. Thomas Bikowski vom SuS Hervest hat das Vereinsturnier im Einzel gegen seine Vereinskameraden Dirk Rakowski gewonnen und im Doppel hat sich das BVH-Team Ludwig Müller und Rainer Nabrotzki gegen Yvonne Butterweck und Andrea Banke aus der Feldmark durchgesetzt.

Am Pfingstmontag ließen die DTC-Verantwortlichen das Fest langsam ausklingen. „Wir legen jetzt die letzten Würstchen auf den Grill, etwas Tennis auf Spaßniveau und noch ein letztes Bier: Das war es dann“, sagt Uli Winter. Eines steht fest: Die Arbeit hat sich gelohnt und der Dorstener Tennisverein hat gezeigt, dass 100 Jahre für einen Sportverein Fortschritt und ständige Herausforderung bedeuten.

Z Es ist immer toll, wenn man gewinnt. Aber dieser Sieg ist schon etwas ganz besonderes und das liegt nicht nur am Preisgeld.

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