Dorstens Ruderer im Form-Check

Timo Piontek (l.) und Dorstens Ruderer greifen am Wochenende in Dortmund wieder an.
Timo Piontek (l.) und Dorstens Ruderer greifen am Wochenende in Dortmund wieder an.
Foto: Detlev Seyb

Dorsten..  Der Blick richtet sich schon auf die Saison 2013. Gerade ins harte Wintertraining gestartet, steht den Ruderern bereits der erste Langstreckentest ins Haus. In Dortmund stellen sich die Athleten aus dem Bundesgebiet (Senioren) und Nordrhein-Westfalen (Junioren) einer ersten Standortbestimmung. „Wir wollen uns für mögliche Projekte positionieren“, sagt Uli Wyrwoll, der Trainer des Ruderverein Dorsten.

Es ist ein erster Gradmesser, den die Aktiven in den weiteren Trainingsverlauf nehmen können. Eine erste Standortbestimmung meist mit neuen Zweier-Partnern, was auch für die Dorstener gilt. Charlotte Reinhardt zum Beispiel rudert jetzt mit Alexandra Höffgen aus Neuss. Die U23-WM-Teilnehmerin, unter der Woche 19 Jahre jung geworden, möchte sich natürlich weiterhin für internationale Aufgaben empfehlen. „Sie trainieren viel, sie entwickeln sich und wollen sich natürlich gut behaupten“, so Uli Wyrwoll.

Neuer Partner auch für Lukas Müller

Einen neuen Zweier-Partner hat auch Lukas Müller (U23). Er wird in Dortmund mit dem Schweinfurter Karl Tully an den Start gehen. „Der Stufentest verlief für Lukas besser als sonst“, freut sich Wyrwoll: „Auch die Trainingszeiten sind immer besser geworden. Sie holen auf.“ Bruder Benedikt gehört weiterhin den U19-Junioren an. Er sitzt jetzt mit Marcel Bouchard aus Essen im Boot. Die 3000-Meter-Vorbelastung am Wochenende sei schon vielversprechend gewesen, jetzt wolle das Duo auch über 6000 Meter angreifen. Die Konkurrenz ist groß und das Ziel sei es, so Wyrwoll, sich weiter eine Position für den ersten NRW-Achter zu behaupten. Das steigere die Perspektiven für die Saison.

Timo Piontek braucht sich in Sachen Partnersuche noch keine Gedanken machen. Er ist Skuller und in diesem Disziplinbereich werden im Winter und auch später bei den Tests über die 2000-Meter-Renn-Distanz die Leistungen im Einer abgefragt. Ob Piontek wie in den vergangen Jahren bei seinen Jahrgangs-WM-Teilnahmen (viermal in Folge) schon früh in Form kommen wird, ist diesmal aber fraglich. Der Wahl-Koblenzer ist mittlerweile bei der Bundeswehr und hatte neben seiner Ausbildung zuletzt zu wenig Zeit zum normalen Training. Dennoch will er sich so früh wie möglich in der Spitzengruppe platzieren, um sich international erneut Möglichkeiten zu eröffnen. Im Männer-Einer wird auch Tim Knifka an den Start gehen.

Jason Osborne betritt derweil Neuland, rückt von der Juniorenklasse in den U23-Bereich auf. Er hatte vergangene Saison ein Top-Rennen bei den Deutschen U19-Meisterschaften mit dem Mainzer Moritz Moos auf dem Essener Baldeneysee hingelegt, der später den Deutschen Ruderverband bei der Junioren-WM in Plovdiv vertreten hat. Osborne und Moos liebäugeln weiterhin mit einem Start im Doppelzweier und werden sich in Dortmund der Konkurrenz im leichten Einer stellen.

 

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