Dorstener Duo auf van Almsicks Spur

Bastian Rosenkranz

Dorsten. Aus dem Schermbecker Solebad auf die große Schwimm-Bühne: Für die Erlerin Rebecca Armborst und die Raesfelderin Nour-Lucie Lehmbrock ist der Traum seit geraumer Zeit Wirklichkeit. Die beiden großen Schwimmtalente mischen seit neuestem die 2. Bundesliga auf.

Der Leistungsstützpunkt Gladbeck ist zur neuen Heimat der ambitionierten Nachwuchs-van Almsicks geworden. Dort hat die ehemalige Olympiateilnehmerin Sandra Steiger das Duo unter ihre Fittiche genommen und schwärmt: „Rebecca und Nour-Lucie haben aus Schermbeck sehr gute Grundlagen mitgebracht. Darauf konnten wir prima aufbauen.“ Nach etlichen Bestzeiten, Platzierungen und Medaillen folgte vor kurzem die Krönung der bisherigen Schwimmlaufbahn. Armborst und Lehmbrock wurden in die erste Frauen-Mannschaft des VfL Gladbeck berufen, die Feuertaufe folgte bei den Deutschen Mannschafts-Meisterschaften. Der Druck war gleich immens, ging es doch um nichts weniger als den Verbleib in der zweiten Bundesliga.

Was folgte, erstaunte alle Beteiligten und die Konkurrenz. Die beiden Dorstenerinnen schwammen mit ihrem Team allen davon und zogen souverän in die Relegation zur ersten Bundesliga ein. Der Klassenerhalt war damit vorzeitig perfekt. Dass am folgenden Aufstiegswettkampf-Wochenende nichts zu holen war, war da zu verschmerzen. Als I-Tüpfelchen qualifizierte sich Rebecca Armborst über 100m Freistil für die offenen deutschen Meisterschaften in Berlin.

Als die Freudentränen getrocknet waren, fand die junge Erlerin ihre Sprache wieder. „Ich freue mich riesig auf Berlin und auf mein Rennen dort“, so Armborst. Trainerin Steiger prophezeit ihr und Nour-Lucie Lehmbrock derweil eine goldene Zukunft: „Die beiden sind mit ihrer sportlichen Entwicklung noch lange nicht im Zenit angekommen.“