DM in Köln: Dorstener Ruderer im Goldrausch

Köln..  Die Deutschen U23-Jahrgangsmeisterschaften 2013 entwickelten sich für den Ruderverein Dorsten zu einem wahren Goldrausch. Doppel-Titel für Charlotte Reinhardt, Gold für Timo Piontek und Jason Osborne, dazu noch Silber für Lukas Müller und Timo Piontek - auch dieser Tag wird in die Geschichte des Klubs eingehen.

Erinnerungen werden wach

Und wieder dürften Erinnerungen an frühere Zeiten wach werden, als Athleten wie Thorsten Streppelhoff, Dirk Balster oder Wolfgang Klapheck erst die nationale Ruderszene und später auch die internationale über Jahre bestimmten. Zurzeit glänzt der RV Dorsten im U23-Bereich, aber diesen Athleten gehört die Zukunft. Ihnen steht schon jetzt eine weitere große Herausforderung bevor. Charlotte Reinhardt, Timo Piontek und Jason Osborne haben bei den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften auf dem Fühlinger See das Ticket für die U23-Weltmeisterschaft in Ottensheim/Österreich (Juli) gelöst.

Die Trainer Uli Wyrwoll und Sebastian Schmelzer dürfen sichtlich stolz sein auf das, was sie in den vergangenen Jahren aufgebaut haben. Fast regelmäßig werden die nationalen Titelkämpfe aus Dorstener Sicht zu einem Medaillenfestival, an dem Charlotte Reinhardt diesmal den größten Anteil hatte. Bereits im Frühjahr hatte man im Klub ein gutes Gefühl, als Charlotte Reinhardt auf dem Ergometer Europameisterin wurde und ganz viel Lob von Bundestrainer Marcus Schwarzrock erhielt.Danach wurde im Frauen-Riemenbereich ein starker Achter aufgebaut, der nun auch in dieser Besetzung zur U23-WM fahren wird. Reinhardt gewann mit ihrer Neusser Zweier-Partnerin Alexandra Höffgen gleich zweimal - im Achter und auch im Vierer „ohne“. Jetzt gilt es, sich im Trainingslager den letzten Feinschliff zu holen.

Für Timo Piontek schien es eine perfekte Saison zu werden, das WM-Ticket hatte er schon vor der U23-DM aufgrund der Rangliste sicher, doch ob er wirklich in seinem Lieblingsboot, dem Doppelzweier, mit Partner Stephan Riemekasten international angreifen darf, ist nach den Rennen von Köln wieder völlig offen.

Piontek hat WM-Ticket schon gelöst

Als Favorit ins Rennen gegangen, landete das Duo trotz langer und zeitweilig auch ansprechender Führung letztlich auf dem Silberrang, weil sie von Florian Eidam und Tom Christofzik (Potsdam/Leipzig) auf den letzten 500 Metern noch überholt wurden. Ärgerlich, zumal normalerweise der Sieger direkt für die WM nominiert wird und Piontek - weil er später mit Gilbert Klinger und Hubert Trzybinski sowie Stephan Riemekasten den Doppelvierer gewann - nun eher in den Vierer-Fokus rücken würde. Verbands-Cheftrainer Marcus Schwarzrock, der mit der A-Mannschaft beim Weltcup im englischen Eton weilte und im ständigen Kontakt mit U23-Bundestrainerin Brigitte Bielig stand, erklärte aber auf Anfrage der WAZ, dass es in der kommenden Woche noch einmal Ausscheidungsrennen im Doppelzweier geben wird. Im direkten Duell soll sich nun entscheiden, wer im Doppelzweier nach Linz fährt. Das WM-Ticket hat Timo Piontelk aber schon in der Tasche - im Zweifel für den Doppelvierer.

Bei Jason Osborne steht dagegen schon die Bootsklasse fest. Er hatte bei den Deutschen Kleinbootmeisterschaften im Leichtgewichts-Einer überzeugt, fuhr dort überraschend aufs Treppchen, während Doppelzweier-Partner Moritz Moos das Finale erreichte. Anschließend stiegen sie in den Doppelzweier und legten eine Fabelsaison hin. Starke Leistungen in Essen und Ratzeburg ließ das Duo in den Fokus der Bundestrainer rücken, sie waren in Köln dementsprechend auch favorisiert. Das Rennen auf dem Fühlinger See wurde schließlich zu einer ganz klaren Angelegenheit, mit über elf Sekunden Vorsprung fuhr das für den Mainzer RV startende Duo zum Titel und kann jetzt die WM-Vorbereitungen in aller Ruhe angehen.

Nachdem der Dorstener Junior-Weltmeister von 2011, Lukas Müller, Pech in den Ranglistenrennen hatte, wurde es nun in Köln noch einmal DM-Silber im Vierer „ohne“.

 
 

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