Die WM kann kommen: RV Dorsten mit toller DM-Bilanz

Platt: Christopher Reinhardt (2. v. r.) und Co. nach ihrem Silberlauf in Köln.
Platt: Christopher Reinhardt (2. v. r.) und Co. nach ihrem Silberlauf in Köln.
Foto: Detlev Seyb

Köln/Dorsten..  Der Ruderverein Dorsten kam bei den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften am Fühlinger See aus dem Feiern nicht mehr heraus. Erst das Medaillenfestival am Samstag mit den drei U23-WM-Nominierungen für Charlotte Reinhardt, Jason Osborne und Timo Piontek, dann noch am Sonntag bei der Jugend die herrliche Zugabe durch Christopher Reinhardt. Der B-Junior fuhr im Doppelvierer lange Zeit um Gold mit und holte am Ende Silber.

„Die Jungs waren natürlich im ersten Moment enttäuscht, weil sie so nah dran waren“, erklärt Uli Wyrwoll, gemeinsam mit Sebastian Schmelzer für die Trainingsarbeit verantwortlich: „Ich bin aber sehr zufrieden. Potsdam, der Sieger, ist einfach eine Bank.“

Für Christopher Reinhardt war es der verdiente Lohn einer starken Saison. Bereits auf den bisherigen Regatten und NRW-Langstrecken hatte er mit seinen Zeiten und Siegen seine Klasse im Einer unterstrichen. Letztlich entschieden sich die RVD-Trainer für das Doppelvierer-Projekt am Stützpunkt Dortmund. „Wir hätten natürlich auch in anderen Bootsklassen starten können, wollten uns aber auf eine konzentrieren“, so Wyrwoll.

Beinahe hätte der RV Dorsten noch eine weitere Medaille im U17-Bereich feiern können. Aaron Jauer und Malte Enbergs lieferten sich mit dem RC Aschaffenburg ein heißes Finish um die Bronzemedaille. „Nach 1400 Metern lagen wir nur einen halben Luftkasten zurück“, so Wyrwoll. Bei sehr widrigen Verhältnissen hatte letztlich die Crew aus Aschaffenburg das bessere Ende für sich, den Dorstenern blieb mit nur einer halben Sekunde Rückstand der undankbare vierte Platz. Für Wyrwoll fühlte sich das aber wie ein Sieg an. „Wir waren sogar kurzzeitig im Endspurt vorbei. Für mich war das hier eine positive Überraschung.“

Und das nach vielen Jahren. Letztmalig war der RVD in einem Junior-Zweier in den 80er-Jahren in einem Meisterschaftsfinale vertreten – durch Dirk Böckenhoff und Thorsten Streppelhoff. Streppelhoff startete später international durch bis zu den Olympischen Spielen.

Daran mag jetzt noch keiner beim RV Dorsten denken, doch das unterm Strich Top-Vereinsergebnis (U23-Doppel-Gold für Charlotte Reinhardt) sowie die U23-Medaillen für Dorstener Athleten in anderen Trikots wie Timo Piontek (Gold und Silber für Koblenz), Cedric Kuhlbach (Silber und Bronze für Karlsruhe) und Jason Osborne (Gold für Mainz) lassen auf eine starke Zukunft hoffen. Jetzt gehen erst einmal drei Dorstener Athleten zur U23-Weltmeisterschaft nach Linz.

Auch wenn einige mittlerweile in anderen Trikots starten, so weiß Uli Wyrwoll um die Bedeutung für den Dorstener Vereinssport. „Cedric hat fünf Jahre lang bei uns gerudert und studiert jetzt in Karlsruhe“, sagt er. Naheliegend, dass er für den dortigen Club startet. Jason Osborne hat mit dem Mainzer Moritz Moos einen idealen Partner gefunden. Da er vor Ort exzellente Bedingungen am Club und durch Trainer Robert Sens vorfindet, möchte er seinen dortigen Förderern auch etwas zurückgeben und in deren Trikot starten.

Die kommenden Wochen tauscht das Trio ohnehin das Vereinstrikot gegen das Nationaltrikot aus. Am Montag beginnt die WM-Vorbereitung und was die Ziele betrifft sind sich die drei trotz dreier unterschiedlicher Clubs einig: Sie wollen für den Deutschen Ruderverband eine WM-Medaille einfahren. Dafür geben sie in den nächsten Wochen noch einmal Vollgas.

 
 

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