Charlotte Reinhardt fährt mit Abitur zur DM

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Dorsten..  Für Charlotte Reinhardt war es nur ein kurzer Auftritt bei der Ratzeburger Ruderregatta. Sie war im Vorfeld krank. Im einzigen Rennen, das sie dann bestritt, lief es jedoch richtig gut.

„Wir sind viel näher an die A-Nationalmannschaft herangefahren als es noch in Essen der Fall war“, resümierte die Ruderin des RV Dorsten nach dem zweiten Platz im Frauen-Achter hinter dem auf zwei Positionen veränderten Vize-Europameister, jedoch vor den Polinnen. Die hatten am Samstag noch vor dem deutschen U23-Boot gelegen, als Reinhardt gesundheitlich passen musste.

In jedem Fall scheint sich das Team endgültig gefunden zu haben. „Der Bundestrainer hat mir signalisiert, dass ich zum festen Stamm gehöre“, freute sich Reinhardt, seit dieser Woche frisch gebackene Abiturientin. Die hatte schon im Januar auf sich aufmerksam gemacht, als Verbands-Cheftrainer Marcus Schwarzrock bei der Ergometer-EM ihr eine starke Leistung attestieren konnte. In Essen wurde sie Ergometer-Europameisterin.

In den weiteren Trainingslagern und Kleinbootüberprüfungen erfüllte Reinhardt auch stets die Vorgaben, so dass die Nominierung zur U23-Weltmeisterschaft in Ottensheim (Österreich) nun zur reinen Routine werden dürfte. Offiziell nominiert wird in eineinhalb Wochen nach den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften in Köln. Dort soll Reinhardt im Achter starten.

Lukas Müller hingegen muss noch bangen. In der Kleinboot-Rangliste hatte er es nicht unter die Top 10 geschafft. Aus diesen Ruderern wurden schließlich Zweier, Vierer und Achter gebildet, die Kurs auf die U23-WM nehmen sollen. Allerdings gibt es noch ein Hintertürchen. Mit einem Meistertitel in eineinhalb Wochen wäre er wieder im Geschäft. Möglicherweise will Lukas Müller im Vierer zum Angriff blasen. Die Trainer entscheiden sich in diesen Tagen.

 

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