Blickkontakt

Dorstener Nachwuchsruderer ziehen wichtige Erkenntnisse beim Testwochenende in Dortmund

Dortmund.. Nach dem Gold-Jahr 2011 dürfte es in der kommenden Saison schwer werden für den Nachwuchs des Rudervereins Dorsten. Das ist die Erkenntnis der Dortmunder Langstrecke. Aber diese Erkenntnis hatte RVD-Trainer Uli Wyrwoll auch schon vor den ersten Starts über 6000 Meter auf dem Dortmund-Ems-Kanal.

Die Müller-Brüder Lukas und Benedikt starten eine Altersklasse höher und müssen sich gegen erfahrene Konkurrenz behaupten. Das ist nicht leicht. Aber die Ansätze sind positiv. Der Deutsche U17-Jahrgangsmeister Benedikt Müller landete mit seinem Partner Malte Ostermann (RC Hansa Dortmund) auf Rang 18 unter 25 gestarteten Booten. Dass der Dorstener noch viel lernen muss in der U19-Klasse, weiß Wyrwoll. Dass sein Athlet aber in seinem Jahrgang auf dem Ergometer mit 6:26 Minuten schon Bester des jüngeren Jahrgangs auf NRW-Ebene ist, verdeutlicht das enorme Potenzial.

Uli Wyrwoll blickt zurück und weiß, dass er ruhig bleiben kann nach diesem 18. Platz. Lukas, der ältere Bruder von Benedikt Müller, startete nämlich genau bei diesem Lang-strecken-Test als Letzter in sein erstes A-Junioren-Jahr. In der Saison darauf wurde er Junioren-Weltmeister. „Ja, so schnell kann es gehen. Aber das erwarten wir nicht noch einmal“, sagt Wyrwoll: „Wir wollen gerade jetzt viele Erfahrungen gewinnen, um da-von im zweiten Jahr zu profitieren.“

Lukas Müller, der Junioren-Weltmeister, hat vier Jahre Zeit, um sich in der U23-Klasse zu bewähren. Mit seinem Zweier-Partner Max Johanning wurde er in der offenen Klasse 23. von 35 und der Abstand zu Müllers U19-WM-Vierer-Partner Malte Jakschik sei mit sechs Sekunden völlig okay gewesen, so Wyrwoll. Einige Boote seien in Blickkontakt, „das ist gut.“

Charlotte Reinhardt (U23) hatte einen Doppel-Test zu absolvieren. Samstag wurde sie mit der Essenerin Cathrin Crämer im Frauen-Zweier „ohne“ 15. von 19 gemeldeten Booten. „Die Beiden sind ja nicht viel zusammen gefahren und müssen sich erst einmal finden“, so Wyrwoll.

Zuversicht brachte ihm der Sonntag: Denn beim Ergometer-Test legte Reinhardt, die am Donnerstag 18 geworden war, eine starke 6:58 Minuten hin. Noch nie war sie unter der Sieben-Minuten-Grenze geblieben.

Der Wahl-Koblenzer Timo Piontek geht mit den besten Aussichten in die neue Saison. Nach zwei WM-Goldmedaillen im U19-Bereich und Bronze im U23-Doppelvierer zählte er in Dortmund erneut zu den Besten U23-Athleten und sollte in dieser Form fest zur U23-Nationalmannschaft gehören.

Zwölfter wurde er in der offenen Wertung (inklusive der Olympia-Kandidaten), im U23-Bereich lag er hinter dem Berliner Hagen Rothe auf Platz zwei. Schade nur, dass der Vergleich gegen die erkrankten Felix Bach und Stephan Riemekasten ausfiel. Die sind auch vorne anzusiedeln, mit Riemekasten holte Piontek sein zweites Junioren-WM-Gold 2010.

Piontek startete mit diesem Top-Einer-Ergebnis in den ersten Doppelvierer durch, der im Großbootrennen am Sonn-tag den U23-Vergleich ge-wann. Vorne lagen lediglich die Olympia-Kandidaten – was so zu erwarten war.

Ein weiteres achtbares Resultat aus Sicht der RV Dorsten erreichte B-Junior Niklas Heier, der bei ganz widrigen Bedingungen am Sonntag Nachmittag 15. von 40 Einern wurde.

 

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