Behörden ziehen mit

Dorsten..  Berthold Strunz, Veranstaltungsleiter und Geschäftsführer des Luftsportvereins, ist ein Perfektionist: diese Charaktereigenschaft macht das Genehmigungsverfahren für die Flugtage einfacher.

„Wir müssen mit der Stadt und der Bezirksregierung in Münster verhandeln. Nur mit der Genehmigung des hiesigen Ordnungsamtes und der Dienststelle für Luftfahrt in Münster ist ein Flugtag überhaupt möglich“, sagt Berthold Strunz und zeigt mit einem verschmitzten Lächeln auf einen prall gefüllten Aktenordner. Dieser Ordner beherbergt alle Unterlagen, die für die Erteilung einer Genehmigung notwendig sind. „Es ist da genau vorgeschrieben, welche Wege wir sperren müssen. So müssen wir beispielsweise die Leinpfade sperren und sicherstellen, dass dort niemand herläuft. Darüber befindet sich eine gedankliche Kiste, in der die Flieger sich bewegen dürfen“, so Strunz. Mindestflughöhen werden festgelegt und auch die Qualifikation der anfliegenden Piloten ist vorgeschrieben: wer den Platz in Dorsten nicht kennt, der muss drei Starts und Landungen absolvieren, um unter Beweis zu stellen, dass er mit der Graspiste am Kanal klar kommt. „Wir haben die Feuerwehr, einen Arzt und das Rote Kreuz für den Fall der Fälle vor Ort. Alles ist vorbereitet und hat viel Mühe gekostet. Aber wir machen das gerne, denn nur ein sicherer Flugtag ist ein guter Flugtag“, weiß Berthold Strunz. Damit nichts vergessen wird, hat der Flieger aus Passion für jeden Piloten eine Bordmappe mit Kartenbildern und Anweisungen vorbereitet. Strunz ist eben Perfektionist.

 
 

EURE FAVORITEN