Alles Müller

Nach dem starken Sommer im Jahr 2011 geht es für die beiden Müller-Brüder des Ruderverein Dorsten am kommenden Wochenende mit der Wintervorbereitung auf die neue Saison los. In Dortmund stellen sie sich der starken Konkurrenz.

Dorsten.. Es war ein Fabel-Jahr. Doppel-Gold bei den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften durch die Müller-Brüder. Gold bei den Junioren-Weltmeisterschaften im englischen Eton durch Lukas Müller im Vierer „ohne“. Ab Samstag sind die Karten für die Athleten des Ruderverein Dorsten (RVD) völlig neu gemischt. Mit dem großen Langstreckentest des Deutschen Ruderverbandes (DRV) in Dortmund wird am Wochenende die intensive Vorbereitungszeit im Winter eingeläutet.

2012 bringt neue Reize und Herausforderungen. Lukas Müller rückt in die U23-Klasse auf. Charlotte Reinhardt eben-so. Benedikt Müller ist jetzt A-Junior. „Die Erfolge 2011 waren natürlich top“, sagt RVD-Trainer Uli Wyrwoll: „Wir lassen uns aber nicht unter Druck setzen und schauen erst einmal, wo wir stehen. Es ist nicht einfach, sich auf Anhieb in der nächsthöheren Klasse zu behaupten.“

Unabhängig vom Ergebnis, darf Lukas Müller eine ganz neue Erfahrung sammeln. Da auf der Langstrecke nicht zwischen offene und U23-Klasse unterschieden wird, tritt der Dorstener Junioren-Weltmeister im Zweier „ohne“ mit seinem Zweier-Partner Max Johanning (RC Westfalen Herdecke) in einem großen Feld auch gegen die Olympia-Kandidaten an – allen voran die Cracks aus dem Deutschland-Achter, die bei den Olympischen Spielen in London Gold holen wollen. Das sollte für zusätzliche Motivation und Lerneffekte sorgen.

Als Zugabe gibt es am Sonntag noch ein Langstrecken-Großbootrennen. Entsprechend der Ergebnisse in den Kleinbooten werden in allen Altersklassen Achter gebildet, die einen ersten Eindruck vom Leistungspotenzial der Saison 2012 herüberbringen sollen. Lukas Müller geht seine neuen Aufgaben ganz entspannt an: Er möchte sich am Stützpunkt in Dortmund in den U23-Projekten bestmöglich einbringen und sicher wird man erst Ende April eine Prognose wagen können, wohin der Weg im kommenden Jahr hinführen könnte. Der Konkurrenzkampf beim deutschen Rudernachwuchs ist groß.

Nach einem guten Ergometer-Test darf A-Junior Benedikt Müller schon zufrieden mit seiner Entwicklung sein, doch Trainer Uli Wyrwoll dämpft die Erwartungen: „Er hat ja noch Zeit und soll sich ganz in Ruhe weiterentwickeln. Mit Malte Ostermann vom RC Hansa Dortmund möchte er zunächst seine Leistungen im Zweier „ohne“ kontinuierlich verbessern.

Für Timo Piontek sind die Ziele dagegen klar umrissen. Der zweimalige Junioren-Weltmeister und Dritte der U23-WM von 2011 will sich mit starken Auftritten im Einer wieder für die U23-Nationalmannschaft unentbehrlich machen. Blickt man auf die Erfolgsstory des Verbandes in dieser Altersklasse, wird Timo Piontek das Jahr noch offensiver angehen: Er träumt natürlich auch hier von mehr als Bronze bei der Nachwuchs-WM, nachdem ihm in diesem Jahr der Übergang aus der Jugendklasse schon so überaus gut gelungen war. Das gute schulische und Trainings-Umfeld in Koblenz, wo er nach der Saison 2010 seine Zelte aufschlug, hat den jungen Dorstener noch zusätzlich beflügelt.

 
 

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