Würdiger Abschied von Manuel Freynik

Erschöpft aber auch erleichtert. Der Lohn der anstrengenden Feldsaison ist für die Rot-Weissen der Wiederaufstieg in die Regionalliga.
Erschöpft aber auch erleichtert. Der Lohn der anstrengenden Feldsaison ist für die Rot-Weissen der Wiederaufstieg in die Regionalliga.
Foto: WAZ FotoPool
Die in die Regionalliga aufgestiegenen Hockey-Damen des HC Velbert gewinnen auch das letzte Saisonspiel im Stile eine Meisters und erfreuen so ihren scheidenden Trainer.

Essen.. ETUF Essen II -
HC Velbert 1:5 (0:4)

HCV-Damen: Dambor, Dörrenhaus, Engels, Greve, Kruft, Doll, Röhricht, Schneider, Schulte, I. Seiffert, R. Seiffert, Arnold, Ehls, Jülicher, Lönnecke, Pawlak..
Tore: 0:1 Schneider (KE 6.), 0:2 Lönnecke (16.), 0:3 Lönnecke (26.), 0:4 Doll (30.), 1:4 (46.), 1:5 Pawlak (67.)

Der Abschied aus der Oberliga – und vom scheidenden Coach - gelang eindrucksvoll. Mit einer 5:1-Gala siegten die Damen des HC Velbert bei ETuF Essen II.

Ein würdiger Auftritt für den Meister, der in der kommenden Saison wieder Regionalliga-Hockey an der Poststraße präsentieren wird. Coach Freynik geht nun nach Dinslaken.

Mit dem höchsten Sieg der Rückrunde verabschiedeten die Rot-Weißen somit auch das Trainerduo Manuel Freynik und Co Maurice Krampe.

Für den ETUF ging des nach vier Niederlagen in Folge am letzten Spieltag noch im den Klassenerhalt. Die personell arg gebeutelten Essenerinnen versuchten in diesem Nachbarschaftsderby aus einer sicheren Defensive heraus über Konter einige Nadelstiche zu setzen.

Dem HCV hingegen gelang der geforderte frühe Treffer nach einer Strafecke durch Denise Schneider. Der ETUF blieb der Taktik treu und ließ Velbert viel gewähren.

In einer Phase, in der Velbert die absolute Kontrolle über das Spiel hatte, begann der ETUF mutiger zu attackieren und provozierte so eine ganze Reihe an Abspielfehlern. In Mitten des ersten Essener aufbäumens gelang allerdings Nina Lönnecke das 2:0.

Essen nahm sofort eine Auszeit und begann nun mitzuspielen. Das gefiel den Rot-Weißen zunächst gar nicht. Das Spiel drohte zu Gunsten der Essenerinnen zu kippen, als auch die Gäste ihre Auszeit nahmen. Das war auch bitter nötig, denn zuvor musste Torfrau Marina Dambor einmal in höchster Not retten, einmal half gar der Pfosten.

Wieder besonnen setzte der Aufsteiger sich wieder in den Sattel und erhöhte wiederum durch Lönnecke zum 3:0. Der HCV wurde wieder besser und Sandra Doll musste kurz vor der Pause den Ball nur noch über die Linie drücken. Das Spiel war entschieden.

Das Freynik-Team nahm sich trotzdem vor, weiter nach vorne zu spielen. Der ETUF stellte sich noch weiter hinten rein, um im Falle einer Münsteraner Niederlage das bessere Torverhältnis zu behalten.

Rot-Weiß suchte weiter Wege, gefährlich in den Kreis einzudringen – ohne Erfolg.

Gegentreffer stachelt noch einmal an

Nach fahrlässigem Verteidigungsverhalten konnte der ETUF sogar den Anschlusstreffer erzielen.

Das stachelte die Damen von der Poststraße aber noch einmal an. Kurz vor dem Ende der Partie konnte Leonie Pawlak mit ihrem achten Saisontreffer den Endstand besorgen. Für ETUF Essen bedeutete die Niederlage das Abrutschen auf den Relegationsplatz, da der Konkurrent aus Münster deutlich gegen den Tabellendritten Kahlenberg gewinnen konnte.

Ganz andere Aussichten haben nun die Velberter Damen: „Wir haben unser Ziel erreicht und mit der besten Leistung seit dem Spiel gegen Uhlenhorst die Meisterschaft eingefahren. Ich wünsche den Mädels nun in der Regionalliga viel Erfolg.“, sieht der scheidende Trainer Manuel Freynik das Feld für die neue Regionalligasaison bestellt.

Genauso bestellten seine Damen das Feld für die Aufstiegsparty — der tolle Sieg in Essen brachte die Fete, die ein paar Stunden später im Clubhaus begann, noch besser in Fahrt.

EURE FAVORITEN

Weitere interessante Artikel