Velberter Trainer Lesniak tritt zurück

Velbert. Fußball-NRW-Ligist SSVg Velbert muss sich einen neuen Trainer suchen. Marek Lesniak trat einen Tag nach der 0:3-Niederlage der Velberter am Essener Uhlenkrug beim ETB Schwarz Weiß zurück und verabschiedete sich am Montag-Abend von seiner Mannschaft.

Bis auf weiteres übernimmt sein spielender Co-Trainer Tino Reucher das Training und bereitet das Team auf das Heimspiel am Gründonnerstag gegen die Sportfreunde Siegen vor. Reucher hatte schon im Oktober 2008 übergangsweise das Traineramt übernommen. Damals sprang er ein, als Markus Feldhoff zurücktrat.

Neuer Cheftrainer an der Sonnenblume wurde dann Peter Kunkel, der nach einigen Anfangserfolgen aber im Abstiegskampf nicht mehr voran kam und von Marek Lesniak abgelöst wurde.

Lesniak schaffte schließlich mit einer großartigen Serie den Klassenerhalt und kündigte für die Saison 2009/10 an, diesmal peile er mit der Mannschaft einen Platz unter den besten acht der Tabelle an.

Mittlerweile ist die SSVg allerdings auf Abstiegsplatz 17 abgerutscht. Zudem lässt sich der Abwärtstrend nicht abstreiten. Im Jahre 2010 ist die Mannschaft noch ohne Sieg, hat in der Rückrunde von 18 möglichen Punkten nur zwei geholt und in den vergangenen sechs Spielen nur ein einziges Tor geschossen.

Lesniak selbst hatte bereits vor gut einer Woche nach der 0:2-Heimpleite gegen Rot-Weiss Essen II betont, das ein Trainer an Ergebnissen gemessen werde. Er selbst zog nun aus den deprimierenden Resultaten der jüngsten Zeit die Konsequenz.

„Ich bin der SSVg dankbar, dass sie mir vor einem Jahr die erneute Chance gegeben hat. Nun will ich dem Verein für eine letzte Möglichkeit, den negativen Lauf zu stoppen, nicht im Wege stehen“, erklärte der frühere Bundesliga-Stürmer. Der Dank wurde gleich von den Verantwortlichen erwidert. „Nur durch Marek Lesniak haben wir in der letzten Saison den Abstieg abgewendet. Umso trauriger sind wir, dass ihm die notwendige Portion Glück in diesem Jahr abhanden gekommen ist“, sagt der Vorsitzende Oliver Kuhn, der sich nun mit seinen Vorstandskollegen auf die Suche nach einem neuen Trainer macht – was mitten in der Rückrunde nicht leicht wird. „Hier stehen gerade sechs Kandidaten bei mir Schlange“, so Kuhn sarkastisch.

Dennoch versucht die SSVg so schnell wie möglich, einen neuen Mann zu bekommen – und der besitzt rechnerisch noch alle Chancen, denn die SSVg hat noch elf Spiele.

 
 

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