Torrausch im Waldschlößchen

Tim Bertram
Geradezu hilflos wirkten die Wülfrather in Anbetracht der niederbergischen Spielfreude.
Geradezu hilflos wirkten die Wülfrather in Anbetracht der niederbergischen Spielfreude.
Foto: WAZ FotoPool
Beim 47:18-Sieg über den TB Wülfrath III zeigt der Niederbergische HC die beste Saison-Leistung.

Niederbergischer HC -
TB Wülfrath III 47:18 (22:8)

NHC: Pudill, Schlobach, Löhe – A. Hasenkamp (5), Frankholz (5), L. Teubner (9), Mathes (1), Kasch (2), Knopp (9), C. Teubner (2), M. Hasenkamp (2), Boll (3), M. Felchner (5), Wagner (3).

Mit einem Altersdurchschnitt von 22 Jahren lief die junge Auswahl der ersten Mannschaft des Niederbergischen HC in der Handball-Bezirksliga gegen den TB Wülfrath III auf. Nach einer überzeugenden Leistung im letzten Spiel beim HSV Wuppertal konnte das Team von Trainer Elmar Müller auch in der zweiten Partie nach der Herbstpause überzeugen.

Von Beginn an sahen die Zuschauer in der Halle Waldschlößchen in Neviges eine muntere Bezirksliga-Begegnung. In der zweiten Minute stand es bereits 2:2 und es durfte eine recht knappe Partie erwartet werden – nachdem die Gäste aus Wülfrath mit 5:3 in Führung gehen konnten, brach in der Folge jedoch eine blau-gelbe Torflut über den TBW herein.

Die Niederberger spielten über die gesamte Distanz zielstrebig und waren in allen Aktionen auf eine tempogerichtete Spielweise bedacht. Gegen die immer schwächer werdenden Gäste kam der NHC zu leichten Toren und eine über weite Strecken regelrecht körperlos agierende TBW-Defensive spielte den Hausherren in die Karten. Auch am anderen Ende des Spielfeldes ließen die Müller-Mannen keinen Zweifel am Ausgang des Spiels aufkommen. Fand doch einmal ein Ball den Weg in Richtung des NHC-Tores, konnte Keeper Nils Pudill diese zumeist entschärfen. Der 17-Jährige spielte sich zunehmend in den Fokus – nach dem 8:12 in der 16. Minute musste Pudill, der seine bisher beste Partie im Seniorenbereich spielte, in der restlichen ersten Hälfte nicht mehr hinter sich greifen. Die sichere Offensive der Niederberger besorgte den 22:8-Pausenstand.

Auch in Hälfte zwei taten sich die schwachen Wülfrather sehr schwer. Erst in der achten Minute des zweiten Durchgangs konnte der TBW den neunten Treffer der Begegnung erzielen – das Spiel war zu diesem Zeitpunkt längst entschieden. Dies gab NHC-Trainer Müller die Möglichkeit zu rotieren. Auch die eingewechselten Spieler konnten sich eindrucksvoll in die Liste der Torschützen eintragen. Vor allem die beiden 18-Jährigen Lars Teubner und Maik Felchner setzten durch konzentriert vorgetragene Tempogegenstöße einige Akzente – Teubner kam letztendlich auf neun, Felchner auf fünf Treffer. Am Ende besiegte der Niederbergische HC einen sehr schwachen TB Wülfrath III eindrucksvoll mit 47:18 und stellt nach dieser Begegnung die Weichen auf einen positiven Lauf.