Tom Dörner bezwingt den Harzer Hexenstieg

Sichtlich zufrieden strahlt der Ultra-Marathonläufer Tom Dörner trotz der enormen Anstrengung.
Sichtlich zufrieden strahlt der Ultra-Marathonläufer Tom Dörner trotz der enormen Anstrengung.
Foto: Privat
Der Heiligenhauser läuft beim 110 Kilometer langen Harzer Kurs auf Rang zweiin seiner Altersklasse und erreicht damit sein persönliches Ziel. Als nächstes geht es in die Karpaten

Harz/Heiligenhaus.  Tom Dörner hat es geschafft. Der Heiligenhauser hat eines seiner persönlichen Ziele erreicht und kann sich über den zweiten Platz seiner Altersklasse und Platz neun beim Gesamtwettbewerb des Ultra-Marathons im Harz, dem so genannten „Harzer Hexenstieg“ freuen (WAZ berichtete).

Doch bis zum Ziel war es ein sehr langer Weg, sogar länger als gedacht. „Die Veranstalter haben die Strecke von 104 auf 110 Kilometer verlängert. Das war ganz schön anstrengend“, lacht der Extremsportler, der diese Strecke zum ersten Mal gelaufen ist. Dabei hat die Distanz gar nicht so eine große Rolle gespielt. „Das Wetter hat alle Facetten geboten. Erst war es sehr warm, nahezu schwül, dann kann ein Gewitter mit starkem Regen und zu guter Letzt war es im Wald so neblig, dass ich trotz Kopflampe kaum meine Hand gesehen habe.“

Freundin Sanne als mentale Stütze

Die Atmosphäre habe aber alles wieder wett gemacht. „Alle gehen so herzlich miteinander um. Das ist schon eine tolle Gemeinschaft“, lobt der gebürtige Velberter. Besonders an den Verpflegungsposten hatten Wanderer und Helfer immer anspornende Worte parat. Auch Freundin Sanne war als mentale Stütze wieder dabei. Sie hat an den jeweiligen Stationen auf den Ultra-Marathonläufer und Ultra-Trailrunner gewartet. Lange plaudern konnten die beiden nicht. Denn mehr als zwei Minuten hat der 37 Jährige auf der gesamten Strecke nie pausiert.

16 Stunden und 28 Minuten hat es gedauert, bis Tom Dörner endlich das Ziel hinter sich lassen konnte. Samstag um 10 Uhr fiel der Starschuss, Sonntagmorgen um 2.30 Uhr war der Lauf vorbei. Trotz der 110 Kilometer langen Strecke und 2500 Höhenmetern geht es den Beinen gut. Besonders bei den letzten 40 Kilometern konnte Dörner noch einmal anziehen und viele Läufer überholen. Der Ultra-Marathonläufer ist einfach top fit.

 

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