SSVg Velbert stürmt an die Tabellenspitze

SSVg-Keeper Philipp Sprenger wehrt beim Stand von 1:0 den Foulelfmeter von Sunay Acar (Nr. 20) ab.
SSVg-Keeper Philipp Sprenger wehrt beim Stand von 1:0 den Foulelfmeter von Sunay Acar (Nr. 20) ab.
Foto: WAZ FotoPool
Fußball-Oberligist SSVg Velbert feiert überzeugenden 5:0-Erfolg über den VfB Homberg und profitieren vom Patzer des bisherigen Spitzenreiters Wuppertaler SV.

Velbert.. SSVg Velbert -
VfB Homberg 5:0 (2:0)

SSVg: Sprenger - Pappas (80. Zumbe), Schultens, Andersen, Mondello - Zent, Mühlhause - Hagemann (73. Schlösser). Müller, Trisic (88. Raudino) - Schmidt.
Tore: 1:0 Hagemann (22.), 2:0 Müller (42.), 3:0 Mühlhause (51.), 4:0 Hagemann (70.), 5:0 Schmidt (88.).

Bes. Vorkommnis: Sprenger hält Foulelfmeter von Acar (35.). - Schiedsrichter: Heuvens. - Zuschauer: 250.

Das fängt ja gut an für die SSVg Velbert. Der Fußball-Oberligist feierte mit dem 5:0 (2:0)-Erfolg über den VfB Homberg nicht nur einen überzeugenden Rückrunden-Auftakt, sondern übernahm im ersten Pflichtspiel des neuen Jahres auch noch die Tabellenführung. Denn der bisherige Spitzenreiter Wuppertaler SV patzte und unterlag beim Abstiegskandidaten SV Sonsbeck mit 0:1.

Dank des deutlich besseren Torverhältnisses ziehen die Velberter am bergischen Nachbarn vorbei und schrauben die eh schon hohen Erwartungen für das Spitzenspiel in einer Woche im Stadion am Zoo noch weiter in die Höhe.

SSVg-Trainer André Pawlak beschwört deshalb das Umfeld, die Partie nicht zu hoch zu hängen: „Sicher ist das ein Highlight. Aber es ist erst das zweite Spiel der Rückrunde. Wir bleiben da ganz locker.“ Die Ergebnisse vom Wochenende helfen der SSVg dabei, denn sie kann bereits mit einem Remis im bergisch-niederbergischen Derby den ersten Platz behaupten.

Müller und Hagemann kommen durch

Die Voraussetzungen dazu verschaffte sich die SSVg durch gewissenhafte Pflichterfüllung: Sie musste das Spiel gegen Schlusslicht VfB Homberg unbedingt gewinnen und das tat sie auch. Dabei sah sie sich zunächst erheblicher Gegenwehr ausgesetzt. Die Gäste aus Duisburg kämpften verbissen und machten hinten dicht. Erst in der 22. Minute fand David Müller die Lücke: Er bediente Kevin Hagemann mit einem wunderbaren Pass und der schnelle Außenstürmer traf aus spitzem Winkel zum 1:0.

Danach lief es bei den Velbertern, die dann jedoch eine Schrecksekunde überstehen mussten. Bei einer unglücklichen Aktion traf Abwehrspieler Marius Schultens statt des Balles seinen Gegenspieler, den er allerdings nicht hatte kommen sehen: Elfmeter. Doch SSVg-Keeper Philipp Sprenger parierte den Strafstoß von Sunay Acar. Und als David Müller kurz darauf nach toller Vorarbeit von Milko Trisic auf 2:0 erhöhte, lief das Spiel so, wie es sich die Velberter vorgestellt hatten.

Die Angriffe wurden immer druckvoller, die Kombinationen sicherer und die Spieler selbstbewusster. So nahm Marvin Mühlhause einfach mal per Direktschuss Maß und traf unhaltbar zum 3:0. „Leider ist dieses Tor schon kurz nach der Pause gefallen. Danach war für uns nichts mehr zu machen. Dafür hat Velbert zu viel Qualität“, meinte Homberg Trainer Günter Abel.

Sein Team wehrte sich zwar weiter tapfer und spielte sich auch noch die eine oder andere Chance heraus — doch es konnte die Velberter nicht mehr aufhalten. Kevin Hagemann erzielte nach sehenswertem Zusammenspiel mit Milko Trisic das 4:0 und damit seinen zweiten Treffer. Kurz darauf wurde er bei seiner Auswechslung völlig zu Recht mit viel Beifall bedacht. Herein kam Christian Schlösser, der sogleich im Hagemann-Stil weiter machte: Er stürmte unaufhaltsam über die rechte Seite, ließ alle Gegenspieler aussteigen und legte den Ball für Mittelstürmer Philipp Schmidt auf, der mit der Fußspitze das 5:0 erzielte und den Schlusspunkt setzte.

„Kompliment an meine Mannschaft, sie hatte am Anfang noch einige Probleme, hat aber 70 Minuten lang sehr guten Fußball gespielt“, lobte SSVg-Trainer André Pawlak. „Wenn es überhaupt etwas zu bemängeln gibt, dann die paar Nachlässigkeiten, die zu den Homberger Chancen geführt haben.“ Aber auch das störte niemanden, schließlich spielte das Team „zu Null.“

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