SSVg Velbert stellt Weichen für die Zukunft

Trainer Andre Pawlak (li.) und Co-Trainer Markus Braasch – ein erfolgreiches Gespann bei  der SSVg Velbert.
Trainer Andre Pawlak (li.) und Co-Trainer Markus Braasch – ein erfolgreiches Gespann bei der SSVg Velbert.
Foto: WAZ FotoPool
Der Trainer und der Hauptsponsor verlängern beim Fußball-Oberligisten SSVg Velbert. André Pawlak macht unabhängig von der Zugehörigkeit zur Liga weiter.

Velbert.. Pünktlich vor dem Spitzenspiel beim Wuppertaler SV, zu dem die SSVg Velbert als Tabellenführer anreist, haben Trainer Andre Pawlak und der Verein Nägel mit Köpfen gemacht und die bislang viel versprechende Zusammenarbeit um ein Jahr verlängert. Der neue Kontrakt hat dabei sowohl für die Regionalliga als auch für die Oberliga Gültigkeit. Ebenfalls ligenunabängig weitet der Trikot-Sponsor EMKA sein Engagement um eine weitere Spielzeit aus.

In Kürze sollen zudem Gespräche mit dem Trainerteam und den Spielern angegangen und zum Abschluss gebracht werden.

Neuer Trainer, neue Spieler, großer Umbruch. Nach dem Abstieg aus der Regionalliga hat die SSVg einiges umgekrempelt, um spätestens mittelfristig wieder in die höchste Amateurklasse aufzusteigen. Die Verpflichtung von Pawlak, zuvor bei der SG Wattenscheid, erwies sich dabei als Volltreffer.

Der Start war zwar, wie zu erwarten, holprig, doch der Übungsleiter hat aus seiner Mannschaft in kurzer Zeit ein echtes Team geformt, welches obendrein auch noch erfrischenden und erfolgreichen Offensivfußball abliefert, der am vergangenen Sonntag schließlich mit der in der Tabellenführung belohnt wurde.

So dauerte es nicht sonderlich lange, bis Pawlak und der Vereinsvorsitzende Oliver Kuhn eine Einigung erzielt hatten: „Wir haben nicht groß verhandelt. Ich sehe, dass sich hier einiges bewegt und deshalb bleibe ich“, bringt Pawlak seine Motive auf den Punkt und fügt an: „Hier herrschen exzellente Bedingungen, die Signale aus dem Team waren positiv und so haben wir alle rechtzeitig Planungssicherheit. Das ist mir sehr wichtig.“

Momentan laufen auch Gespräche mit dem Funktionsteam um Co-Trainer Markus Braasch und den Spielern. Kuhn hofft, auch hier in Kürze Vollzug zu vermelden. „Wir wollen auf Kontinuität setzen. Der andere Weg war in jüngerer Vergangenheit ja nicht so von Erfolg gekrönt.“

Im Fokus des allgemeinen Interesses steht zwangsläufig auch das Spiel beim Wuppertaler SV. Dank des unerhofften Patzers des WSV grüßt die SSVg nun von der Spitze und würde diese bereits mit einem Remis verteidigen können.

„Der Druck liegt ganz klar auf Seiten des WSV“, meint der betont lässige Pawlak im Vorfeld des bergischen Showdowns. „Wir fahren ganz entspannt dorthin, wollen das Highlightspiel genießen und im besten Fall mit drei Punkten im Gepäck zurückkehren.“

Doch auch falls es nicht klappt, wird dem 44-jährigen nicht angst und bange. Er hat sogar eine kleine Spitze für den Kontrahenten auf Lager: „Es waren drei Punkte Rückstand bei 15 Spielen. Der Aufstieg wird in den Partien gegen die Teams ab Platz acht entschieden. Oben nehmen wir uns die Punkte gegenseitig weg. Patzer gegen, zum Beispiel, Homberg oder Sonsbeck darf man sich bei allem Respekt nicht erlauben, wenn man aufsteigen will.“

Apropos Respekt. Davon scheint der WSV einigen zu haben, wenn man sich die Verfrachtung der Velberter Zuschauer auf die Südtribüne, die nur Stehplätze bietet, ansieht. Für viele betagte Unterstützer wird so eine Mitreise zu einem Ding der Unmöglichkeit — was im SSVg-Lager Kopfschütteln provoziert. Die Verantwortlichen verzichten auf einen Kommentar dazu – das ist wohl Kommentar genug.

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