Seeliger schießt SSVg ins Finale

Lea Kaulen vergab in Halbzeit eins die große Chance zur Führung.
Lea Kaulen vergab in Halbzeit eins die große Chance zur Führung.
Foto: Uwe Möller
Gegen Fortuna Wuppertal sieht die SSVg Velbert schon wie der sichere Verlierer aus, ehe ein Doppelschlag noch den Sieg bringt

Wuppertal.. TSV Fortuna Wuppertal -
SSVg Velbert 2:3

SSVg: Eßer - Liersch, Maurer, Arndt, Weber - Keuser (72. Pauli), Kühl, Walter, Kaulen (40.Seeliger), Behn - Mittelmann.
Tore: 1:0 (52.), 1:1 Behn (62.), 2:1 (85.), 2:2 Pauli (87.), 2:3 Seeliger (89.).

Am Donnerstagabend kam es im Halbfinalspiel des ARAG-Kreispokals zwischen Fortuna Wuppertal und unserer SSVg Velbert zu einem wahren Pokalkrimi. Nach 90 intensiven Minuten machten die Blauen den Einzug ins Endspiel perfekt.

Der Niederrheinligist aus Wuppertal ging als der klare Favorit in die Partie, doch es sollte sich bereits in den ersten Minuten eine offen Partie entwickeln. Die Velberterinnen zeigten keinerlei Respekt und spielten munter drauf los. Die Fortunen wurden dabei oft in ihre Hälfte gedrängt, reagierten jedoch mit gefährlichen Kontern.

Chancen auf beiden Seiten

Nach 30 Minuten hatte Wuppertal die große Chance zur Führung, vergab den fälligen Handelfmeter aber kläglich. Auf Velberter Seite verfehlte Lea Kaulen nach einem tollen Solo das leere Tor. Kurz darauf musste Kaulen nach einem Sprintduell verletzt ausgewechselt werden. Mit einem gerechten 0:0 ging es somit in die Kabine.

Fortuna Wuppertal drückte nach dem Seitenwechsel weiter auf den Führungstreffer und wurde in der 52. Spielminute mit dem 1:0 belohnt. Velbert zeigte sich unbeeindruckt und kam zehn Minuten später nach schöner Hereingabe von Jasmin Keuser durch Saskia Behn zum Ausgleich.

In der 66. Minute vergaben die Gastgeberinnen erneut einen Strafstoß. Zuvor war eine Wuppertalerin durch die SSVg-Torhüterin Alina Eßer im Strafraum gefoult worden. „Natürlich hatten wir in diesen Situationen viel Glück. Es war eine enge, kampfbetonte Partie“, so Velberts Trainer Dennis Blömer.

Packende Schlussphase

In den Schlussminuten entwickelte sich die Begegnung zu einem Fußball-Drama. Wuppertal stieß das Tor zum Finale mit dem Treffer zum 2:1 in der 85. Minute weit auf. Dann überschlugen sich die Ereignisse überschlagen: Nach einer Ecke lenkte die eingewechselte Julia Pauli den Ball zum Ausgleich ins Tor (87.).

Alle hatten sich nun schon auf eine Verlängerung eingestellt, als Rückkehrerin Stephanie Seeliger, den Ball in der 89. Minute aus 16 Metern ins Wuppertaler Tor drosch. Der Jubel im Velberter Lager war nach dem Schlusspfiff grenzenlos. „Es war eigentlich zu keiner Zeit ein Klassenunterschied erkennbar. Nach dem späten 1:2 haben wir selber nicht mehr daran geglaubt, aber als dann direkt der Ausgleich fiel, war alles wieder offen. Die Begeisterung war natürlich unbeschreiblich“, so Blömer.

Im Finale am 4. Juni treffen die Velberterinnen auf neutralem Platz auf den Sieger des anderen Halbfinales zwischen Bayer Wuppertal und Jägerhaus Linde.

Der Fokus der Blömer-Elf liegt nun erstmal wieder auf der Meisterschaft. Am Sonntag tritt man bei der Spvgg. Rheurdt-Schaephuysen an.

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