LA Panthers packen beim eigenen Turnier zu

Hans F. Wüst
Stock-Kampf mit Korb und Weichgummiball. Szene zwischen den LA-Panthers II und dem ungarischen Team beim internationalen Intercrosse Turnier
Stock-Kampf mit Korb und Weichgummiball. Szene zwischen den LA-Panthers II und dem ungarischen Team beim internationalen Intercrosse Turnier
Foto: WAZ FotoPool
Großes Intercrosse-Ereignis in Langenberg. Das gastgebende Team der LA Panthers gewinnt den Wettbewerb auf hohem kontinentalen Niveau dank des Finalerfolgs über eine italienische Mannschaft. Zwölf Mannschaften aus sechs Nationen zeigten ihr Können.

Langenberg.  Das Nizzatal war für zwei Tage der Nabel von Europa - zumindest für die führenden Intercrossemannschaften des Erdteils. „Intercrosse ist eine Art Hockey in der Luft“, umschrieb Torwart Birk Berger, der auch für die Spielplanerstellung sorgte. Zwei Mannschaften mit je einem Torwart und fünf Feldspielern spielen mit dem „Stick“ (ein Stock mit Korb) den etwa tennisballgroßen Weichgummiball, den sie in ein Tor werfen.

Das hört sich einfach an, aber das Spiel verlangt viel Laufarbeit, denn die Regeln grenzen mit Zeit- und Raumlimits die Spielerinnen und Spieler ein. Intercrosse wird mit gemischten Teams gespielt, also Männer und Frauen in einer Mannschaft.

Spieler helfen bei der Organisation

Zwölf Teams aus den sechs Nationen Deutschland, Frankreich, Italien, Tschechien, Slowakei und Ungarn trafen sich in den Hallen Pannerstraße und Nizzatal zur fünften Auflage des Turniers in Langenberg. Die Organisation lag in den Händen der LA Panthers, eine Abteilung der Langenberger SG. Da es keine Funktionäre in der Abteilung gibt, bekamen alle Aktiven ihre Aufgaben von Sebastian Krabbe und Liza Schröder zugeteilt. Die Frauen und Männer waren also nicht nur Spieler, sondern als Schiedsrichter, am Kampfgericht, im Catering, in der Cafeteria, bei der Betreuung der Gäste etc. beschäftigt.

Die auswärtigen Gäste waren im Pfarrsaal von St.Michael untergebracht. „Die Intercrosser sind einfachste Beherbergung gewöhnt“, erklärt der Pressesprecher von den LA Panthers, Moritz Pietrass, bescheiden, „wir schlafen auch in Turnhallen!“ Man kenne sich überhaupt untereinander schon seit Jahren und Freundschaften mit den anderen Mannschaften bestehen untereinander.

In den Spielen geht es auch in der Regel freundschaftlich zu. „Fairness ist die oberste Regel!“ bekräftigt Moritz Pietrass, „ in den osteuropäischen Ländern kennt man allerdings schon ein körperbetontes Spiel.“

In der Vorrunde, es wurde in vier Gruppen á drei Teams gespielt, qualifizierten sich die ersten beiden für die Endrunde. Die LSG-Teams schickte zwei Mannschaften ins Rennen. Erklärtes Ziel war es, wie in den Vorjahren zumindest das Endspiel zu erreichen.

Nach dem 26:8 gegen die ungarische Auswahl lief es ganz nach Plan. Nicht jedoch gegen Vopice aus Tschechien, die nach dem ersten Drittel ein 2:1 vorlegten und erst nach dramatischem Spiel mit 10:8 bezwungen werden konnten

Im Halbfinale stießen die Langenberger auf die Kombination Ratingen/Pampuch (SL), die sie deutlich mit 18:8 distanzierten. Damit kam es tatsächlich zu dem „ lang ersehnten Finale und Sieg im Turnier“, wie es Moritz Pietrass ausdrückte. Mit 21:16 siegten die LA Panthers gegen die italienische Mannschaft „ Victory Vercurago“, einer Stadt in der Nähe des Comer Sees.