Heiligenhaus und TVD sind hart gefordert

Auf harte Gegenwehr muss sich Spitzenreiter Heiligenhaus (rot) bei SV Wermelskirchen gefasst machen.
Auf harte Gegenwehr muss sich Spitzenreiter Heiligenhaus (rot) bei SV Wermelskirchen gefasst machen.
Foto: WAZ FotoPool
Die Bezirksligisten SSVg 09/12 und TVD Velbert reisen am Mittwoch zu Nachholspielen nach Wermelskirchen. Der Heiligenhauser Trainer Grabotin fordert die richtige Einstellung.

Niederberg..  Jeweils nach Wermelskirchen reisen die beiden niederbergischen Bezirksligisten SSVg Heiligenhaus und TVD Velbert bei ihren heutigen Nachholspielen.
SV Wermelskirchen – SSVg 09/12 Heiligenhaus (20 Uhr). „Wir müssen uns auf einen heißen Tanz gefasst machen“, glaubt Dietmar Grabotin, Trainer der SSVg Heiligenhaus, vor dem Nachholspiel beim SV Wermelskirchen. Die Bergischen gewannen zuletzt das „Kellerduell“ gegen Neandertal, haben aber noch immer zehn Punkte Rückstand zum rettenden Ufer. „Sie werden ums Überleben kämpfen und das auf dem großen Rasenplatz, der sicher nicht im besten Zustand sein wird. Aber das wird fast jeder Gegner machen und da muss man immer gegenhalten“, fordert der Coach.

Er hofft, dass der zuletzt überzeugende Mittelfeldakteur Hakan Yalcinkaya wieder auflaufen kann. Der Ex-Ratinger fiel in der Partie gegen den VfB Solingen auf die Schulter und wurde vorsorglich ausgewechselt. Sicher ausfallen wird dagegen weiter Dennis Ter Haar, der seine zweite Rotsperre in Folge absitzt. Ansonsten hat der Spitzenreiter keine personellen Probleme, denn der Kader ist qualitativ und quantitativ gut gefüllt. Auch wenn alles darauf hinzudeuten scheint, dass den Heiligenhausern nach der Vohwinkeler Niederlage der Aufstieg nicht mehr zu nehmen ist, warnt der Ex-Profi davor, die anstehenden Aufgaben auf die leichte Schulter zu nehmen.

Als Vorteil könnte sich erweisen, dass auch die Gastgeber die Rotsperre eines Leistungsträgers kompensieren müssen. Nico Postic, der für Bayer 04 Leverkusen schon in der Regionalliga zum Einsatz kam, muss wegen Schiedsrichterbeleidigung vier Wochen pausieren.
TV Dabringhausen – TVD Velbert (19 Uhr). Vor einer ganz schweren Aufgabe steht der TVD Velbert im Nachholspiel beim TV Dabringhausen. „Sie haben zuletzt mit 2:1 beim FSV Vohwinkel gewonnen, das Ergebnis sagt doch schon alles“, tritt Trainer Rosario Sparacio die Reise ins Bergische Land mit dem gebotenen Respekt an. Das Team aus dem kleinen Wermelskirchener Vorort hat bislang zwei Partien weniger als die Konkurrenz bestritten und könnte auf Tabellenplatz zwei vorrücken, wenn es eine davon gewinnt.

„Dabringhausen ist in allen Mannschaftsteilen hervorragend besetzt und verfügt mit Valentino Cucuzza und Marvin Dattner über zwei Topstürmer“, weiß der TVD-Coach. Mindestens genauso viele Probleme wie mit dem Gegner erwartet Sparacio bei der Anreise. „Wir spielen bereits um 19 Uhr. Sonntags braucht man für die 70 Kilometer ja schon fast eine Stunde, im Feierabendverkehr ist das dagegen unberechenbar.“

So sieht er einen klaren Nachteil auf sein Team zukommen. „Wir können wegen der Arbeitszeiten der Spieler gar nicht vor 17.30 Uhr losfahren. Die Besprechung und das Warmmachen muss dann wohl schon beim Training am Dienstag stattfinden“, flüchtet er sich in Galgenhumor.

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