Ein Dutzend sagt der SSVg Adieu

Ulrich Tröster
Raus mit Applaus: Vor dem Anstoß des letzten Saisonspiels wurden die scheidenden Spieler auf dem Rasen der Christopeit Sport-Arena verabschiedet.
Raus mit Applaus: Vor dem Anstoß des letzten Saisonspiels wurden die scheidenden Spieler auf dem Rasen der Christopeit Sport-Arena verabschiedet.
Foto: FUNKE Foto Services
Elf Spieler und ein Torwarttrainer werden den Velberter Regionalligisten verlassen, auch Marvin Mühlhause, der ein Jahrzehnt ein „Blauer“ war. Das Gerüst für die neue Saison steht

Velbert.  Letztes Spiel der Saison, Abschiedsstimmung bei der SSVg Velbert — und das nicht nur, weil der Fußball-Regionalligist dem Abstieg ins Auge blicken muss, sondern auch, weil gleich ein Dutzend aus der Mannschaft Adieu sagen wird. Kurz vor dem Anstoß des finalen Meisterschaftsspiels gegen den SC Wiedenbrück wurden auf dem Rasen der Christopeit Sport-Arena elf Spieler sowie Torwarttrainer Oliver Honée verabschiedet.

Es gab Blumen und Applaus für Marcel Grote, Nils Zander, Tim Winking, Marius Schultens, Hüzeyfe Dogan, Marvin Mühlhause, Milko Trisic, Lukas Waßmann, Giuseppe Raudino, Sabrin Sburlea, Diego Diaz sowie Oliver Honée aus dem Trainerteam, der nach Essen zum Oberligisten SV Schonnebeck wechselt.

Auch bei einigen Spielern ist bereits klar, wohin sie der Weg führt. So wird sich Torwart Marcel Grote der SSVg Heiligenhaus anschließen, Tim Winking kehrt zum FC Bocholt zurück, dorthin zieht es auch Nils Zander. Milko Trisic wird zu Westfalia Herne wechseln.

Auch der Abgang von Marvin Mühlhause zum Cronenberger SC steht fest. Damit verlässt ein echter Blauer die SSVg, denn er hat zehn Jahre für den Verein gespielt. Zwar stand er nicht ständig in der Startformation, war aber stets anerkannter Teil der Mannschaft, zumal er vorbildlichen Einsatz zeigte und sich nie zu schade war, in der zweiten Mannschaft auszuhelfen. Aber auch in der „Ersten“ machte er sich verdient, kam auf etliche Einsätze und schoss dabei Tore mit Erinnerungswert — so beim Regionalliga-Sieg über Viktoria Köln und beim Pokalsieg über den KFC Uerdingen.

Als Fachmann für Tore glänzte bei der SSVg mehrere Jahre Ex-Profi Hüzyefe Dogan. In der Aufstiegssaison 2014/15 war er der Velberter Torschützenkönig, nun klingt die Karriere des technisch begnadeten Routiniers allmählich aus — womöglich sogar im Verein. „Wir überlegen, Dogan eine Funktion, womöglich einen Trainerposten, anzuvertrauen“, sagt der erste Vorsitzende Oliver Kuhn.

Dogan womöglich weiter im Verein

Bei einigen anderen Spielern lag der Abschied nahe. So war der Vertrag mit Diaz bereits aufgelöst, der Stürmer hatte wegen großen Verletzungspechs kaum spielen können. Auch deswegen hatte die SSVg im November Sabrin Sburlea nachverpflichtet, der Rumäne schlug aber nicht wie erhofft ein. Die Hoffnungen, den Sprung in die erste Mannschaft zu packen, hatten sich derweil für die Nachwuchsspieler Raudino und Waßmann nicht erfüllt.

Die stattlich klingende Zahl „elf“ bedeutet allerdings keineswegs, dass sich die Mannschaft nun in alle Winde zerstreut und neu aufgebaut werden muss. Tatsächlich steht das Gerüst für die neue Saison. Mit etlichen wichtigen Spielern wurden die Verträge verlängert, so mit Torwart Philipp Sprenger, Kapitän Niklas Andersen oder mit den Identifikationsfiguren Jeffrey Tumanan und Massimo Mondello, die seit vielen Jahren zu den Stützen zählen.

Auch Erhan Zent, Kevin Hagemann, „Willi“ Schlösser, David Müller, Philipp Schmidt oder der junge Mo Sealti, der sicher zu den Aufsteigern dieser Saison zählt, bleiben dem Verein erhalten.