Eileen Kuhlhoff wird auf dem Pferderücken groß

„Springreiten gibt mir das Gefühl, zu fliegen,“ sagt Eileen
„Springreiten gibt mir das Gefühl, zu fliegen,“ sagt Eileen
Foto: waz
Reit-Talent Eileen Kuhlhoff verbringt bis zu fünf Stunden am Tag mit den Vierbeinern. Zu den ersten Spitzenplatzierungen ist die Schülerin schon geritten.

Velbert..  6.30 Uhr, ein ganz normaler Tag beginnt für die elfjährige Eileen Kuhlhoff. Und wenn sie nach einem anstrengenden Tag aus der Velberter Gesamtschule nach Hause kommt, zieht es sie als erstes in den Stall zu ihren beiden Ponys Toppi und Banny. Eileen ist auf dem Pferderücken groß geworden und verbringt bis zu fünf Stunden täglich im Stall oder auf dem Rücken ihrer Lieblinge. Mit Tieren kann sie so besonders gut umgehen. Ihre Eltern besitzen einen Reiterhof auf dem fast 60 Pferde zuhause sind und wuchsen selbst mit den Vierbeinern auf. Seit sie zwei Jahre alt ist, sitzt Eileen regelmäßig auf dem Pferderücken und trainiert. Ihre Mutter brachte ihr das Reiten bei und ist unheimlich stolz auf ihre Tochter.

Jedes zweite bis dritte Wochenende nimmt sie im Sattel des RTG Rhein Ruhr Vereins an Turnieren teil und tritt entweder bei Springwettkämpfen oder Dressurprüfungen an. Obwohl Eileen in der Dressur erfolgreicher ist, liebt sie das Springen: „Dressur wird irgendwann langweilig. Springen hält immer neue Herausforderungen bereit und ich fühle mich, als könnte ich fliegen“, sagt sie selbst. Das lange Training macht sich bezahlt, 2013 wurde Eileen Kuhlhoff Vizestadtmeisterin der Stadt Essen..

In diesem Jahr gewann sie bei der Stadtmeisterschaft den „Ride fair Preis“, das bedeutet, dass sie sowohl mit ihren Ponys, als auch mit ihren Mitmenschen gut umgeht. „Eileen ist ein umgänglicher Mensch, sie ist lustig und für jeden Spaß zu haben. Aber wenn sie sich Ziele setzt, tut sie alles, um diese zu erreichen“, sagt Freundin Sanja Hübener.

Reiten beansprucht Eileens gesamte Freizeit. Auch am Wochenende verbringt sie jede freie Minute im Stall. Die Frage, ob das Reiten ihre schulischen Leistungen beeinflusst, verneint Eileen jedoch. Ihre Noten stimmen. Ihr Freundeskreis setzt sich aus Schulfreunden und Leuten vom Stall zusammen. Für andere Aktivitäten hat Eileen keine Zeit. Sie sieht das aber nicht als Druck oder Stress an, Reiten ist ihre Leidenschaft und die würde sie für keinen anderen Sport eintauschen.

Dass sie mit ihren grade einmal elf Jahren schon so erfolgreich ist, ist durchaus ungewöhnlich. Während Erwachsende meist überrascht und fasziniert sind, begegnen viele Mädchen in ihrem Alter Eileen mit Neid. Sie lebt auf einem Reiterhof und besitzt zwei eigene Ponys, welches Mädchen zwischen sieben und 14 wünscht sich das nicht?!

Bei deutschlandweiten Turnieren

Turniere sind mittlerweile nichts besonderes mehr, die junge Sportlerin ist sogar schon bei deutschlandweiten Wettkämpfen bis zur Prüfungsklasse A gestartet. Eileen: „Dass ich manchmal verliere oder runterfalle, ist nicht so schlimm. So kann ich mir Ziele setzen und freue mich umso mehr über die Siege. Manchmal bin ich einfach nur verpeilt, ich hab’s schon geschafft nach einem guten Durchgang einfach nicht über die Ziellinie zu reiten.“

Abgesehen von ihren eigenen Pferden sitzt sie ab und an auf denen ihrer Mutter, auf Turnieren bevorzugt sie allerdings ihre eigenen Lieblinge. Die beiden Deutschen Reitponys haben ausreichend Wettkampf Erfahrung und tragen Eileen sicher über alle Hindernisse. Zwei Tage vor dem Turnier beginnt Eileen richtig zu trainieren und nimmt Springunterricht bei einem professionellen Reitlehrer. Sonst reitet sie lieber gemeinsam mit ihren Freunden und hat einfach nur Spaß.

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