Die Adler sind gelandet

Der HSG-Angriff setzte die Ratinger kräftig unter Druck und legte schon zur Halbzeit eine hohe Führung vor.
Der HSG-Angriff setzte die Ratinger kräftig unter Druck und legte schon zur Halbzeit eine hohe Führung vor.
Foto: WAZ FotoPool
Verbandsligist HSG Velbert/Heiligenhaus feiert den ersten Saisonsieg.

Velbert.. HSG Velbert/Heiligenhaus -
TV Ratingen 25:20 (15:8)

HSG: Wiebusch, Musacchio (bei einem 7-Meter); Mühlenhaupt (7), Herden (4),
Nemitz, Görgen (je 3), Pagalies, Markowicz, Franke (je 2), Schmitz, Jekel (je 1), Wichelhaus, Malagic, Wille

Die Adler sind in der Verbandsliga gelandet. Im sechsten Spiel seit dem Wiederaufstieg schafften die Handball-Herren der HSG Velbert/Heiligenhaus den ersehnten ersten Saisonsieg — einen enorm wichtigen, denn er wurde gegen einen unmittelbaren Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt errungen. Im Nachbarschaftsduell bezwang die HSG den TV Ratingen im heimischen Sportzentrum verdient mit 25:20 (15:8).

Ein verdienter Erfolg, wie bereits ein Blick auf das Zahlenwerk verrät. Das Team von Trainer Karsten Buchholz gab nämlich nach dem Tor zum 1:0 die Führung bis zum Abpfiff nicht mehr aus der Hand.

Die Adler hatten diesmal sofort gut ins Spiel gefunden, was sie auch einer gelungenen taktischen Umstellung verdankten. Um den Innenblock mit dem gesundeten Bernd Wille und mit Zekeriah Malagic formierte sich zeitweise ein unüberwindbares Bollwerk für die Ratinger. Gestützt auf die sichere Defensive konnte die HSG ein schwungvolles Spiel aufziehen, das selbst nach dem frühen Ausscheiden des bisherigen Haupttorschützen Marc Pagalies wegen Verletzung nicht ins Stocken geriet.

Klare Führung bis zur Pause

Der in der Abwehr entlastete Lars Görgen führte im Angriff clever Regie, dafür verzichteten die Adler auf das Tempospiel aus der zweiten und dritten Welle. Heraus kam eine klare Führung, die das Buchholz-Team über 11:5 bis zur Pause auf 15:8 ausbaute.

Nach etwas holprigem Start in den zweiten Durchgang mit technischen Fehlern fing sich die Mannschaft zunächst, doch ganz so gut wie im ersten Abschnitt lief es nicht mehr, weshalb Buchholz mittels Auszeit nach 42 Minuten nachjustierte. Die Gäste hatten nämlich von 18:12 auf 18:15 verkürzt. Als es dann weiterging, drehten die Adler wieder auf und brachten das Spiel sicher nach Hause.

Außer über den verdienten Sieg freuten sich Trainer Karsten Buchholz und Routinier Olli Franke auch darüber, dass die Mannschaft sich in der Lage zeigte, ein Tief im Spiel wegzustecken. Das ist nach dem Saisonstart mit den vielen Rückschlägen nicht selbstverständlich. „Toll zu sehen war, dass auch die Spieler aus der vermeintlich zweiten Reihe sich sehr positiv für das Spiel einbringen konnten. Besonders Stephan Jekel und Alexander Markowicz, die in der Abwehr nichts anbrennen ließen“, lobten die Verantwortlichen. Markowicz steuerte in der Schlussphase auch selbst noch zwei wichtige Treffer zum Ergebnis bei, als er für den siebenfachen Torschützen Karsten Mühlenhaupt im linken Rückraum auflaufen durfte.

Insgesamt bot die HSG eine geschlossene und disziplinierte Mannschaftsleistung. Erstmals wurden alle 14 Spieler eingesetzt und alle hatten ihren Teil zum Erfolg beigetragen.

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