Der Junge mit dem goldenen Handgelenk

Marc Pagalies, hier in der 2. Bundesliga für Düsseldorf  in Aktion, kommt zur HSG Velbert/Heiligenhaus.
Marc Pagalies, hier in der 2. Bundesliga für Düsseldorf in Aktion, kommt zur HSG Velbert/Heiligenhaus.
Foto: Uwe Schaffmeister / waz Fotopool
Die HSG Velbert/Heiligenhaus holt Hochkaräter Marc Pagalies. Oliver Franke, stellvertretender Spielgemeinschaftsleiter, im Gespräch mit der WAZ

Velbert/Heiligenhaus..  Im sozialen Netzwerk facebook wackelt derzeit die Wand: auf der Seite der HSG Velbert/Heiligenhaus hagelt es Lob und harsche Kritik. Warum? Die Spielgemeinschaft hat mit Marc Pagalies einen echten Hochkaräter verpflichtet und es ist mehr als ein Gerücht, dass ein weiterer Spitzenspieler aus Düsseldorf vor der Verpflichtung steht.

„Ich lass mir das nicht mies reden. Wir freuen uns, mit einem solchen Spieler wie Marc Pagalies das Projekt Klassenerhalt in der Verbandsliga in Angriff nehmen zu können“, sagt Oliver Franke, stellvertretender Leiter der Spielgemeinschaft und für den Männerhandball des Zweckbündnisses verantwortlich.

Pagalies hat einen Spitznamen: der Junge mit dem goldenen Handgelenk. Trotz derzeit sinkender Goldpreise drängt sich vielen außenstehenden „Experten“ der Eindruck auf, dass sich die HSG mit der Verpflichtung einer solchen Qualität finanziell verheben könnte. „Auch wenn es niemand wahr haben will. Ich habe noch nie so wenig über Geld sprechen müssen, wie es bei dem Vertrag mit Marc der Fall war“, sagt Franke.

Leistungssport und Studium

Der Linksaußen Pagalies, der die Deutsche A-Jugend-Meisterschaft gewann, feierte im selben Jahr auch den Gewinn der Westdeutschen Meisterschaft und belegte mit den Rathern den 5. Platz beim Rookie-Cup, sieht seine persönliche Zukunft in einer soliden Ausbilddung. „Bei uns kann Marc Leistungssport und Studium unter einen Hut bringen. Das war ihm wichtig“, so Franke. Dass die Gespräche positiv verlaufen sind und wohl auch von großer Sympathie in der Sache getragen waren, beweist wohl die Tatsache, dass noch ein weiterer A-Jugendmeister von den ARTS in Richtung Schlüsselstadt orientiert.

Trocken ist die Tinte bereits unter dem Vertrag von David Nemitz, der mit über zehn Jahren Oberligaerfahrung als Kreisläufer und Rechtsaußen die erste Mannschaft der HSG verstärken wird. „Für mich persönlich ist die Verpflichtung von David so etwas wie eine Heimkehr, denn ich selbst habe im Alter von acht Jahren bei seinem Vater Rolf das Handballspielen gelernt“, sagt Franke. Es wird also eine sehenswerte Angriffszange in der kommenden Saison für die Spielgemeinschaft zupacken, die sicher Zuschauer anlocken wird.

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