Adler schnuppern an der Überraschung

Die HSG Velbert/Heiligenhaus, hier Lars Goergen in Aktion ,
Die HSG Velbert/Heiligenhaus, hier Lars Goergen in Aktion ,
Foto: WAZ FotoPool
Aufsteiger HSG verpasst beim Tabellenzweiten Wülfrath nur knapp einen Erfolg

Wülfrath.. TB Wülfrath -
HSG Velbert/Heiligh. 24:22 (10:10)

HSG: Wiebusch (1-30, 45-60). Musacchio (31-44), Mühlenhaupt (8), Görgen (3),
Pagalies, Schmitz, Herden (je 2), Franke, Nemitz, Markowicz (je1)

Die Adler schnupperten an der großen Überraschung. Im Nachbarschaftsderby beim Spitzenteam des TB Wülfrath hätte der Aufsteiger und Außenseiter HSG Velbert/Heiligenhaus fast gepunktet. In der letzten Minute lagen die Niederberger nur knapp mit 22:23 zurück, hatten den Ball — und die Chance für Karsten Mühlenhaupt. Doch ausgerechnet dem Torjäger, der bis dahin so stark aufgespielt und acht Treffer erzielt hatte, unterlief dann 40 Sekunden vor dem Abpfiff der folgenschwere Fehlwurf. Die Gastgeber ihrerseits nutzten den Ballgewinn zum entscheidenden 24:22 durch ihren gewieften vierfachen Torschützen Christian Klein.

Auch wenn sie sich dafür nichts kaufen können: Die HSG-Handballer hatten sich die Achtung der Konkurrenz erspielt und ihren treuen Fans, die sie in der Fliethe kräftig unterstützt hatten, ein tolles Spiel geboten. Darauf kann das Team auf jeden Fall im Kampf um den Klassenerhalt aufbauen.

Vor allem in der ersten Halbzeit lief es großartig, bis zehn Minuten vor der Pause lag das Team von Trainer Karsten Buchholz gar mit 8:5 in Führung, ehe die Wülfrather aufdrehten und es zur Pause remis stand — immer noch ein großartiges Ergebnis für die Gäste, die sich nach Wiederanpfiff aber einige Unkonzentriertheiten leisteten.

So gingen die Kalkstädter in Führung und blieben es, waren dabei aber nie mehr als drei Tore voraus. Zum Schluss ging die HSG dann höheres Risiko, um doch noch aufzuholen und wählte eine sehr offensive Deckungs-Variante. Das zahlte sich aus, der Aufstieger kam bis auf ein Tor heran — doch dann kam die Schlussminute.

EURE FAVORITEN