VfL-Reserve gelingt der Aufstieg auf Anhieb

Bad Berleburg..  Anders als Pep Guardiola beim FC Bayern München ließ Andreas „Mimi“ Treude die traditionelle Bierdusche ohne großes Entsetzen über sich ergehen. Dem Erfolgstrainer der Bad Berleburger Reserve dürfte in dem Moment sowieso alles egal gewesen sein, denn seine Mannschaft war gerade drei Spieltag vor Schluss in der Fußball-Kreisliga D Meister geworden. „Das war ein geiles Jahr und ich denke, dass die Meisterschaft auch verdient ist. Es hat einfach wahnsinnig viel Spaß gemacht“, resümierte der glückliche, aber völlig durchnässte Meistertrainer des VfL.

Mit einem 3:2 beim direkten Verfolger SV Feudingen II machte Bad Berleburg II die Meisterschaft perfekt und lieferte dabei eine starke Vorstellung ab. In der Schlussviertelstunde wurde es allerdings noch einmal knapp. Von Beginn an übernahmen die Gäste die Spielkontrolle und ließen keinen Zweifel aufkommen, wer als Sieger respektive Aufsteiger vom Platz gehen würde.

Doch sowohl der etatmäßige Spieler der „Ersten“ des VfL, Lars Neusesser, als auch Thomas Rölke vergaben in der Anfangsphase hochkarätige Chancen, in der es nach Treudes Meinung bereits 2:0 hätte stehen „müssen“.

Nach knapp 35 Minuten machte es Neusesser dann besser und erzielte die verdiente Führung des VfL. Nach dem Seitenwechsel drängten die Bad Berleburger auf das 2:0 und wurden durch Thomas Rölke zu recht belohnt (53.).

Dank der Dominanz und der klaren 2:0-Führung schien die Partie gelaufen zu sein, nicht aber für Feudingen. Die Hausherren wachten plötzlich auf und kamen dank Philipp Dickhaut zum 1:2-Anschlusstreffer (75.).

Doch bevor das große Zittern begann war es Stürmer Patrick Müsse, der den alten zwei-Tore-Abstand wiederherstellte (78.). Die Partie schien gelaufen zu sein und der VfL feierte wohl schon innerlich, denn nach einer weiteren Unaufmerksamkeit der Odebornstädter traf Markus Wied für Feudingen (81.) – 2:3, alles wieder offen.

Feudingen als Spielverderber?

Die Feudinger wollten die Aufstiegsfeier des VfL verderben und rannten an, aber die Bad Berleburger bewiesen wieder einmal, was sich bereits über die gesamte Saison herauskristallisiert hatte: die VfL-Reserve ist zu einer Mannschaft zusammen gewachsen. So verteidigte die „Treude-Elf“ leidenschaftlich und rettete den Auswärtssieg über die Zeit.

Andreas Treude: „Wir hatten vor der Saison beim ersten Training rund 15 willkürlich zusammengewürfelte Spieler, die sich nur flüchtig kannten. Im Laufe der Saison sind wir so Klasse zusammengewachsen und zu einer echten Mannschaft gereift. Das war und ist einfach überragend.“

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