RSVE Siegen feiert deutlichen Erfolg in Recklinghausen

Benjamin Reh (rot) prallt an der Dortmunder Abwehr förmlich ab.
Benjamin Reh (rot) prallt an der Dortmunder Abwehr förmlich ab.
Foto: Horst Schaumann

Kreuztal/Recklinghausen..  Die beiden heimischen Handball-Verbandsligisten boten am ersten Spieltag ein Kontrastprogramm.

TuS Ferndorf II – OSC Dortmund 18:25 (10:13). Wie schon im Vorjahr gingen die Schützlinge von Michael Lerscht gegen den Auftaktgegner aus Dortmund leer aus, waren diesmal sogar deutlicher unterlegen als beim damaligen Gastspiel, was in erster Linie an den fehlenden Alternativen im Rückraum lag. Neben dem privat verhinderten Tim Sartisson fiel nämlich auch Philipp Keusgen (knickte beim Aufwärmen mit der „Ersten“ um) aus, so dass Akteure wie Kai Ronge und Benjamin Reh quasi durchspielen mussten, was sich vor allem gegen Ende der Partie deutlich bemerkbar machen. Weiterer Knackpunkt war die schlechte Chancenverwertung. Die eingespielten Dortmunder machten deutlich weniger Fehler und hebelten mit guten Anspielen zum Kreis die TuS-Abwehr häufig aus. Über 5:7 mussten die Hausherren einen 10:13-Pausenrückstand hinnehmen und bremsten sich im Bemühen um eine Aufholjagd durch zahlreiche technische Fehler selbst aus. Als nach dem 16:19 eine Überzahl ungenutzt blieb, war die Niederlage perfekt.

TuS II: Wellen, Broszinski; Ronge (8/1), Dröge (3), Reuter (3), Reh (2), Schöttler (1), Benger (1), Markowski, F. Schneider, Stötzel, Held, Greissner.

PSV Recklinghausen – RSVE Siegen 24:31 (14:18). Das Endergebnis drückt gar nicht aus, wie deutlich überlegen die Siegener auch ohne Kolb und den geschonten Weller in Recklinghausen auftrumpften. „Der einzig schwache Spieler unseres Teams war ich“, bekannte Spielertrainer Mirza Sijaric. Sowohl die Krause-Brüder als auch Egger und Gräber konnten auflaufen, so dass der RSVE auf allen Positionen Torgefahr ausstrahlte. Johannes Krause und der Ex-Ferndorfer Michel Sorg zogen nicht nur im Angriff die Fäden, sondern organisierten auch zusammen mit Milos Grujicic die Abwehr, die zunächst Probleme mit den Hausherren hatten. 14 Gegentore in Halbzeit eins waren deutlich zuviel, wurden aber durch die starke Offensive mehr als kompensiert. Nach dem 12:13 übernahm der Gast das Kommando. Zwölf Minuten lang blieb Keeper Klaus Dickel unbezwungen. Nach 49 Minuten führte der Gast mit souveränen elf Toren (29:18) und ließ es danach etwas ruhiger angehen.

RSVE: Gudmundsson (31. Dickel); F. Krause (10/4), A. Sijaric (7/3), Philipp (3), Egger (3), Grujicic (2), Gräber (2), Sorg (1), J. Krause (1), Hochreuter (1), Daub (1), M. Sijaric.

 
 

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